Ungeklärte Fälle in Thüringen Grausame Tierquälerei mit Säure? Rätsel um entstellte Katzen

So zugerichtet wurde das Kätzchen in Riechheim in Thüringen gefunden. Foto: Tierauffangstation/Tierheim GroßliebringenSo zugerichtet wurde das Kätzchen in Riechheim in Thüringen gefunden. Foto: Tierauffangstation/Tierheim Großliebringen

Großliebringen. Gleich zwei Katzen wurden in Thüringen mit schlimmen Verletzungen gefunden, die auf eine besonders grausame Art von Tierquälerei hinweisen.

Wer tut so etwas? Die Bilder, die eine Tierauffangstation in Großliebringen in Thüringen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat, machen sprachlos. Zu sehen ist darauf eine Katze, deren Fell stellenweise ausgefallen ist, sodass die Haut des Tieres freiliegt.

"Ein schwerer Fall von Tierquälerei", schreibt das Tierheim zu diesem Beitrag dazu. "Es sind zwei Katzen kurz aufeinander betroffen. Ein Tier befindet sich in unserer Obhut, das andere Tier wird liebevoll von ihren Haltern betreut. Die Kätzchen sind wahrscheinlich vorsätzlich in eine ölige, ätzende Substanz betaucht worden. Die Haut der Tiere ist stark verletzt und löst sich samt Fell ab. Mit tierärztlicher Unterstützung bemühen wir uns sehr, die Tiere zu retten."

Die Kommentare unter dem Beitrag spiegeln die Empörung über diese Art von Grausamkeit wieder. "Oh mein Gott, wer macht denn sowas?", fragt Sabrina Decker. "Nicht zu verstehen, wie grausam Menschen sein können", schreibt Petra. Der Beitrag wurde über 2.000 Mal geteilt, vielfach kommentiert und verbreitete sich rasant. 

Doch ist es wirklich ein Tierquäler gewesen, der die Katzen mit Säure überschüttet hat? "Das können wir natürlich nur vermuten", sagt Sylke Mönch, Leiterin des Tierheims, gegenüber unserer Redaktion. Auch ein Unfall sei letztendlich möglich, doch besonders stutzig habe sie gemacht, dass es gleich zwei Katzen mit denselben Verletzungen gegeben hat. "Das ist natürlich seltsam, warum sollten sich zwei Katzen hintereinander willentlich in eine giftige Substanz stürzen?"

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Katze auf dem Weg der Besserung

Über die große Anteilnahme auf Facebook freut sich Mönch, viele Menschen aus der Umgebung wären auch bereit, dem Kätzchen ein neues Zuhause zu geben. "Aber erstmal muss sie wieder stabil werden." Eine Tierärztin hat das Tier mit Antibiotika und Spritzen versorgt und mit einem antibakteriellen Schaum gewaschen. "Sie frisst und trinkt jetzt auch wieder", sagt Mönch. Außerdem seien die Chancen gut, dass das Fell wieder nachwachse. 


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