Zwischenfall in Berlin Übergriff auf "taz"-Redaktionsgebäude – Staatsschutz ermittelt

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Die "taz" war erst im vergangenen Herbst in das neue Redaktionsgebäude in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte umgezogen. Foto: Imago/Stefan Boness/IponDie "taz" war erst im vergangenen Herbst in das neue Redaktionsgebäude in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte umgezogen. Foto: Imago/Stefan Boness/Ipon

Berlin. Die Redaktion der Zeitung "taz" ist am Montagmorgen von Unbekannten attackiert worden. Es wurden Plakate geklebt und Flugblätter verteilt. Außerdem soll eine Mitarbeiterin bedrängt und belästigt worden sein.

In Berlin wurde das Redaktionsgebäude der "Tageszeitung" ("taz") von Unbekannten angegriffen. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Plakate angebracht. Wie zudem "rbb 24" berichtet, sollen sechs bis sieben Personen vor dem Gebäude in der Friedrichstraße Flugblätter verteilt und eine Art Grabhügel aus Steinen errichtet haben. Zudem soll eine Mitarbeiterin der Zeitung bedrängt und belästigt worden sein. 

Per Twitter bekannte sich die rechtsextreme "Identitäre Bewegung" zu den Plakaten. Sie seien Teil einer "bundesweiten Aktion" an verschiedenen Orten. Demnach wurden Plakate an der Berliner SPD-Parteizentrale, am ARD-Hauptstadtstudio, dem Redaktionsgebäude der "Frankfurter Rundschau" in Frankfurt sowie Parteibüros der Linken und Grünen angebracht. Die Polizei bestätigte einen Zwischenfall an einem Parteibüro in Berlin, der Staatsschutz habe die Untersuchung übernommen. Ermittelt werde wegen Hausfriedensbruchs und möglicherweise wegen Körperverletzung.

Die "taz" bestätigte den Angriff auf die Frau: "Die Mitarbeiterin kam gerade zur Arbeit und wollte eine Gruppe von Identitären daran hindern, ein Plakat am Haus anzubringen. Daraufhin wurde sie gepackt und am Hals gegriffen", schreibt die Redaktion auf ihrem Blog. "Nach dem Übergriff gegen die Mitarbeiterin hinderte diese die Gruppe noch daran, mit einem Transparent der Identitären Bewegung zum Siegerfoto zu posieren. Einer der Täter drang ins Haus ein und warf einen Stapel Flugblätter in den Eingang."

Die "Identitäre Bewegung" wird seit 2016 vom Verfassungsschutz beobachtet. 


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