Verdacht auf Vergewaltigung Nach Geburt im Wachkoma: Polizei verlangt DNA-Probe des Pflegepersonals

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Eine Frau, die seit mehr als einem Jahrzehnt im Wachkoma liegt, hat ein Kind zur Welt gebracht. Symbolfoto: imago/Science Photo LibraryEine Frau, die seit mehr als einem Jahrzehnt im Wachkoma liegt, hat ein Kind zur Welt gebracht. Symbolfoto: imago/Science Photo Library

Phoenix. Eine Frau, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, hat ein Kind zur Welt gebracht. Nun hat der Chef der privaten Gesundheitseinrichtung seinen Posten abgegeben.

Es ist ein ebenso seltener wie schockierender Fall, der sich in der privaten Gesundheitseinrichtung "Hacienda Healthcare" in Phoenix, Arizona zugetragen hat. Eine Frau, die seit 14 Jahren im Wachkoma liegt, hat am 29. Dezember einen Jungen zur Welt gebracht. 

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DNA-Proben angefordert

Erst Tage nach der Geburt und nachdem die Presse Wind von dem Fall bekommen hat, machte die Pflegeeinrichtung den Fall publik. Daraufhin begann die Polizei, ihre Ermittlungen aufzunehmen und die Einrichtung zu durchsuchen. Am Montag erklärte zudem der Chef der Einrichtung, Bill Timmons, seinen Rücktritt.


Weil die Frau sich nach wie vor in einem vegetativen Zustand befindet, geht die Polizei davon aus, dass die Frau vergewaltigt wurde. Nur von wem ist die Frage. Um das herauszufinden, wurde nun angeordnet, dass jeder Mitarbeiter der Einrichtung in Phoenix eine DNA-Probe abzugeben habe. 

Jeder, der sich weigerte, sei per Gerichtsbeschluss dazu gezwungen worden. Einen Tatverdächtigen gebe es jedoch nicht, wie Polizeibeamte Tommy Thompson gegenüber CNN erklärte.

Die Familie wird sich "gut kümmern"

"Die Familie ist empört, traumatisiert und unter Schock über die Misshandlung und Vernachlässigung ihrer Tochter in der Hacienda Healthcare-Einrichtung", erklärte der Familien-Anwalt, John Michaels und ergänzt, dass die Familie die Information übermitteln möchte, dass "der kleine Junge in eine liebende und fürsorgliche Familie hineingeboren wurde, die sich gut um ihn kümmern wird." 

Wie Polizeisprecher Thompson erklärt, könnten die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einige Zeit in Anspruch nehmen: "Es ist eine große Anzahl von Individuen, von denen wir eine DNA-Probe nehmen. Wir decken aktuell einen breiten Bereich ab."  

Frau ist Stammesmitglied der Apachen

Die komatöse Frau ist ein Stammes-Mitglied der San Carlos Apachen. Sie befindet sich bereits seit langer Zeit in einem vegetativen Zustand, bestätigte der Stammes-Vorsitzende, Terry Rambler, am Dienstag. Er forderte Gerechtigkeit und erhob schwere Vorwürfe gegen das Pflegepersonal: "Leider war einer ihrer Pfleger nicht vertrauenswürdig und machte sich ihre Situation zunutze."

Der Nachrichtensender CNN berichtete am Mittwoch live von vor Ort, dass Eltern, deren Kinder ebenfalls in der Pflegeeinrichtung in Phoenix untergebracht sind, nun Tag und Nacht dort ausharren, um sicher zu gehen, dass ihrem Kind nichts zustößt. Die Verantwortlichen der Hacienda Gesundheitseinrichtung nannten den Vorfall "tief verstörend" und haben angekündigt, mit den Ermittlungsbehörden kooperieren zu wollen. 

Auch wenn der Einrichtungs-Chef am Montag seinen Hut genommen hat, werde die Geschäftsführung nichts anderes akzeptieren, als die vollständige Aufklärung dieser "absolut schrecklichen Situation", versprach Gary Orman, Vizepräsident der Unternehmensgruppe. 


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