Kritik an Posting des Politikers Italien: Mann stirbt trotz Polizeischutz – und der Innenminister isst Nutella-Brot

Von dpa

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Weil er statt Informationen über den Mord an einem unter polizeischutzstehenden Mann, ein Foto mit Nutella-Brot postete, steht Italiens Innenminister in der Kritik. Foto: imago/PanthermediaWeil er statt Informationen über den Mord an einem unter polizeischutzstehenden Mann, ein Foto mit Nutella-Brot postete, steht Italiens Innenminister in der Kritik. Foto: imago/Panthermedia

Pesaro. In Italien ist der Bruder eines Mafia-Kronzeugen getötet worden. Das Brisante: Er stand unter dem Schutz des Innenministeriums. Italiens Innenminister Salvini postete derweil ein Foto mit Nutella-Brot – und erntet dafür ordentlich Kritik.

Der Bruder eines Mafia-Kronzeugen ist in Italien von Unbekannten erschossen worden. Der Fall erregte besonderes Aufsehen, weil der Mann unter speziellem Schutz des Innenministeriums stand, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. 

Mann mit 20 Schüssen getötet

Dennoch gelang es den Tätern am Dienstagabend, den 51-Jährigen mit mindestens 20 Schüssen zu töten, als dieser sein Auto in einer Garage parkte. Bei dem Toten soll es sich um den Bruder eines Angehörigen einer Familie der Mafia-Organisation 'Ndrangheta handeln.

Am Tag nach dem Mord gab es Kritik an Innenminister Matteo Salvini. Er hatte am Mittwochmorgen ein Selfie von sich mit einem Nutella-Brot getwittert. 

"Wenn Sie Brot und Nutella aufgegessen haben, hätten wir gerne ein paar Informationen", schrieb daraufhin der Bürgermeister von Pesaro, Matteo Ricci, auf Twitter an Salvini gerichtet. 

Die Stadt sei verstört angesichts des Mordes an einem Mann, der unter Zeugenschutz stand. Salvini kündigte an, am Donnerstag an einem Treffen in der Präfektur in Pesaro teilzunehmen.


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