Im Norden und Osten mild Das Wetter der nächsten Tage: Von Winter keine Spur

Von dpa

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Wer auf weiße Weihnachten gehofft hatte, wurde fast überall in Deutschland enttäuscht. Foto: imago/Ralph PetersWer auf weiße Weihnachten gehofft hatte, wurde fast überall in Deutschland enttäuscht. Foto: imago/Ralph Peters

Offenbach. Grau, aber wieder trockener: So dürfte sich das Wetter vielerorts in Deutschland in den nächsten Tagen präsentieren. Wer richtiges Winterwetter sucht, wird in Europa woanders fündig.

Das verbreitet graue und trübe Wetter in Deutschland setzt sich in den nächsten Tagen fort. "Vom Winterwetter fehlt zumindest derzeit bis ins neue Jahr hinein jede Spur", sagte am Dienstag der Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst(DWD). 

Das Wetter ist in den nächsten Tagen zweigeteilt: Im Norden und Osten herrschen bis zum Wochenende dichte Wolkenfelder vor; zeitweise kann es auch etwas regnen. Dagegen liegen der Süden und der Südwesten meist unter einer hochnebelartigen Bewölkung. Nennenswerte Niederschläge sind laut DWD nicht zu erwarten, was zu einer Entspannung der Hochwassersituation im Südwesten führen dürfte.

Flusspegel steigen

Im Schwarzwald und in östlichen Neckarzuflüssen hatten sich in kleineren und mittleren Gewässern Hochwasser entwickelt. Am ersten Weihnachtsfeiertag stieg dann der Wasserstand des Rheins am Pegel Maxau (Karlsruhe) über die Meldehöhe von sieben Metern, wie aus Daten der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg hervorgeht. Regen und Schneeschmelze ließen auch das Wasser der im Schwarzwald entspringenden Dreisam stark steigen – ihr Flussbett war im August noch fast ausgetrocknet.

Diesen Regenbogen gab es zu Weihnachten in Schöckingen in Baden-Württemberg. Foto: imago/7aktuell

Hochwasser gab es auch in Bayern, wo es zu kleineren Überschwemmungen kam. Einige Flüsse traten an Heiligabend stellenweise über die Ufer und überfluteten landwirtschaftliche Flächen.  

Der Heiligabend war vor allem im Südwesten Deutschlands eher mild. Bundesweit am wärmsten war es laut DWD im badischen Rheinfelden (Landkreis Lörrach) mit 10,3 Grad. Die tiefste Temperatur wurde – von den Bergstationen einmal abgesehen – in der brandenburgischen Gemeinde Heckelberg (Landkreis Märkisch-Oderland) gemessen: Dort kamen die Temperaturen nicht über ein Grad hinaus. 

Wind zum Wochenende

Richtig frostig wird es in den kommenden Nächten nur bei längerem Aufklaren in Tallagen. Dann können die Temperaturen örtlich auf minus zehn Grad sinken. Ansonsten liegen sie meist um den Gefrierpunkt. Dabei werden die Nächte im Norden und Osten milder als im Süden und Westen. Etwas Bewegung kommt voraussichtlich am Wochenende ins Wettergeschehen, wenn es im ganzen Land unbeständiger wird. Dazu weht ein starker bis stürmischer Wind.

Winterlich präsentiert sich dagegen das Wetter in Nordgriechenland: Dort erlebten die Menschen erstmals seit 1992 Weihnachten mit Schnee. In der Region der Orte Florina, Kozani und Trikala gab es einen Temperatursturz von mehr als 16 Grad binnen wenigen Stunden, wie das meteorologische Amt (ENY) mitteilte. Die meisten Straßen seien im Norden des Landes nur mit Schneeketten befahrbar, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Dienstag. Die Kältewelle mit Temperaturen bis zu 15 Grad unter dem Gefrierpunkt werde bis Freitag andauern, sagten Meteorologen. 

In Sibirien fiel das Thermometer unter minus 31 Grad Celsius. Foto: imago/ITAR-TASS

Auch in vielen Regionen Russlands gibt es reichlich Schnee. In der Hauptstadt Moskau wuchs die Schneedecke auf 30 Zentimeter, wie aus Daten des Wetterdienstes hervorging. In Westsibirien sank das Thermometer am Dienstag auf minus 40 Grad, wie russische Medien berichteten.


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