Unnützes Wissen rund ums Heilige Fest Was Kentucky Fried Chicken mit Weihnachten zu tun hat

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Ob Sie es glauben oder nicht, aber das ist in einem Land der Welt ein klassisches Weihnachtsessen. Foto: imago/onemorepictureOb Sie es glauben oder nicht, aber das ist in einem Land der Welt ein klassisches Weihnachtsessen. Foto: imago/onemorepicture

Hamburg. Sie haben sich nach dem alljährlichen Small Talk nichts mehr zu sagen und fürchten ZU stille Weihnachten? Nicht mit unserem unnützen Wissen zum Heiligen Fest.

Der Gesundheitszustand der Oma, die Qualität des Weihnachtsessens und das viel zu warme Wetter waren bereits wenige Minuten nach dem Zusammentreffen mit der entfernten Verwandtschaft abgehakt. Neue Gesprächsthemen müssen her, damit die Stille unterm Tannenbaum nicht schon am ersten Weihnachtstag unangenehm wird. Doch nicht immer fällt es leicht, diese auch zu finden – und die Stimmung in der Familie nicht zu gefährden.

Weiterlesen: Kommt Heiligabend der Weihnachtsmann oder das Christkind? 

Wir wissen Rat und haben unnütze Fakten gesammelt, die Sie ohne Vorbereitung in die bedrückende Stille rufen können.

"Wusstet ihr, dass …"

… der größte Weihnachtsbaum der Welt 67,36 Meter hoch war? Er stand 1950 in Seattle. In Deutschland brüstet sich zwar Dortmund mit dem vermeintlich größten Weihnachtsbaum der Welt. Der 45 Meter große "Baum" ist jedoch ein Konstrukt aus 1700 einzelnen Rotfichten.

… der erste Adventskranz in einem Hamburger Jugendheim entstanden ist? Mitte des 19. Jahrhunderts bastelte der Theologe Johann Hinrich Wichern, Gründer einer Stiftung für Kinder, den ersten Kranz mit Kerzen, die die Dauer bis zum Heiligen Abend anzeigten. Er wollte so den aufgeregten Fragen der Kinder zuvorkommen, die wissen wollten, wann denn endlich Weihnachten sei. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch im evangelisch geprägten Norden Deutschlands. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Adventskranz in ganz Deutschland und sogar weltweit durch.

Der Vorsteher des Rauhen Hauses in Hamburg, Friedemann Green, mit Wichern-Adventskranz und Wichern-Bueste. Foto: dpa/Stephan Wallocha

… die Deutsche Post bundesweit sieben Weihnachtspostämter betreibt? Zwei vom Weihnachtsmann, drei vom Christkind und zwei vom Nikolaus. Allein an die bayerische Filiale in Himmelstadt werden jedes Jahr etwa 80.000 Briefe geschickt. Kommen sie rechtzeitig an, garantieren die Helfer des Christkindes eine pünktliche Antwort bis Weihnachten.

… früher die Weihnachtsbäume kopfüber von der Decke hingen? Gerade im Osten Europas wurde der Tannenbaum lange Zeit nicht in einen Ständer gestellt sondern an der Zimmerdecke befestigt.

… "Last Christmas" angeblich ein Oster-Lied war? George Michael soll aus seinem fertigen Song "Last Easter" schnell ein Weihnachtslied gezaubert haben, als seine Plattenfirma auf der Suche nach einem Hit zur Weihnachtszeit war. Bestätigt wurde die Geschichte jedoch nie.

"Ob ihr es glaubt oder nicht, aber …."

… in Japan ist es eine beliebte Weihnachtstradition, das Festessen bei der Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken einzunehmen. Jährlich genießen laut einem Bericht der "BBC" rund 3,6 Millionen japanische Familien anlässlich Jesu Geburt frittierte Hühnchenteile – und das trotz großer Widerstände: Das spezielle Weihnachtsmenü muss schon Wochen vorher geordert werden und auch sonst hat der Besuch bei KFC im Dezember wenig mit "Fast"-Food zu tun. Oft sind die Schlangen so lang, dass die Kunden mehrere Stunden auf einen Tisch und ihr Essen warten müssen. Zurück geht die Tradition übrigens auf eine geschickte Werbekampagne des Konzerns zu Beginn der 1970er Jahre. Da deutete ein geschickter Werbefachmann die in Japan fast noch gänzlich unbekannte Tradition des Weihnachtsfestes erfolgreich auf die Restaurantkette um. Die Japaner, die nicht bei KFC anzutreffen sind, speisen vermutlich im romantischen Restaurant nebenan: Die Weihnachtsfeiertage haben sich in Japan als eine Art zweiter Valentinstag etabliert. Daran soll angeblich eine Frauenzeitschrift Schuld sein.

… Coca-Cola hat den Weihnachtsmann überhaupt nicht erfunden. Dem Getränkehersteller wird zwar ein großer Einfluss auf das heutige Aussehen der berühmten Figur zugeschrieben, doch er tauchte schon lange vor der ersten Coca-Cola-Weihnachtswerbung zum Beginn der 1930er Jahre auf. In Deutschland vereinte der Weihnachtsmann im 19. Jahrhundert etwa Elemente von Nikolaus und Ruprecht und war neben dem Christkind für die Gaben zuständig. Den Nikolaus-Brauch brachten niederländische Auswanderer in die USA, daher der Name Santa Claus. 

Die Hexe Befana aus Holz.

… in Italien bringt statt dem Nikolaus eine Hexe die Geschenke. Befana fliegt der Sage nach in der Nacht vor dem Dreikönigsfest mit ihrem Besen von Haus zu Haus und sucht das Jesus-Kind. Dabei bestraft es die Kinder oder verteilt Geschenke, die meist in Schuhen oder Strümpfen landen, die die Kinder extra für Befana aufstellen – ganz ähnlich wie in Deutschland der Nikolaus einen Monat zuvor.

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