Suche nach der Mutter Baby in Duisburger Altkleidercontainer gelegt – Leiche in Polen entdeckt

Von dpa

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In der Vergangenheit sind schon einige Male tote Säuglinge in Altkleidercontainern gefunden worden. Symbolfoto: dpa/Jens KalaeneIn der Vergangenheit sind schon einige Male tote Säuglinge in Altkleidercontainern gefunden worden. Symbolfoto: dpa/Jens Kalaene

Duisburg/Kielce. Grausiger Fund: In einer Sortieranlage für Altkleider in Polen wird ein totes Baby entdeckt. Der Transport ist aus Duisburg gekommen. Jetzt sucht die Polizei im Ruhrgebiet die Mutter des kleinen Mädchens.

Beim Sortieren von Altkleidern aus Duisburg ist in Polen die Leiche eines neugeborenen Mädchens gefunden worden. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der Säugling vor dem Transport nach Kielce in Duisburg in einen der rund 470 Altkleidercontainer der städtischen Wirtschaftsbetriebe gelegt wurde. Die Ermittler suchen nun die Mutter des Babys, die in Duisburg oder Umgebung leben könnte, wie Polizeisprecherin Jacqueline Grahl am Donnerstag sagte. Die Mutter befinde sich sicherlich in einer Ausnahmesituation und benötige womöglich Hilfe.

Obduktionsergebnis steht noch aus

Das Kind, dem die Ermittler den Namen "Mia" gegeben haben, wurde demnach bereits am 17. November in Kielce entdeckt. Das Mädchen soll zwischen dem 31. Oktober und dem 8. November abgelegt worden sein. Die Polizei bat um Hinweise.

Nähere Einzelheiten über das tote Kind wurden zunächst nicht bekannt. "Wir warten auf das Ergebnis der Obduktion", sagte Grahl. "Wir stehen am Anfang der Ermittlungen." Unter anderem will die Polizei herausfinden, in welchen Container das Baby gelegt wurde. Noch am Donnerstag sollten Leichenspürhunde an den Containern zum Einsatz kommen. 

Nach Angaben einer Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe bringen Lastwagen eines deutschen Verwertungsunternehmens die Altkleider jede Woche zwei- bis dreimal zu der Sortieranlage nach Polen. Dort würden dann die Altkleidersäcke geöffnet und die Kleidung sortiert. Eine Fuhre umfasse rund 16 Tonnen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt knapp 2130 Tonnen zusammengekommen.


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