100 Jahre Frauenwahlrecht "Menschenrechte haben kein Geschlecht"

Von Nora Burgard-Arp

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Deutschland, 1918: Frauen gehen zum ersten Mal zu einer Wahl. Foto: dpa/AdsD/Friedrich-Ebert-StiftungDeutschland, 1918: Frauen gehen zum ersten Mal zu einer Wahl. Foto: dpa/AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung

Berlin. Seit dem Jahr 1918 können Frauen in Deutschland wählen gehen und gewählt werden. Aktivistinnen wie Clara Zetkin, Minna Cauer und Auguste Augspurg kämpften jahrzehntelang für das Frauenwahlrecht. Ein interaktiver Überblick.

Als der Rat der Volksbeauftragten am 12. November 1918 das Wahlrecht reformierte und damit den Frauen eine Stimme gab, fiel das nicht vom Himmel. Es hatte eine lange kämpferische Vorgeschichte – mit Vereinen, Zeitschriften, Kundgebungen, Kongressen. So forderte die Pädagogin Minna Cauer schon 1902: "Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag." Auch Schriftstellerin Hedwig Dohm machte sich bereits 1873 für das politische Stimmrecht für Frauen stark. Einer ihrer bis heute vielzitierten Sätze lautet: "Menschenrechte haben kein Geschlecht."


40 europäische Staaten führten das Frauenwahlrecht zwischen 1906 und 1932 ein. Die ersten waren Finnland, Norwegen und Dänemark in den Jahren 1906-1915. Die Schlusslichter bilden die Schweiz (1971), Portugal (1976) und Liechtenstein im Jahr 1984.



Grafik: Anna Behrend
Mit Material von dpa.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN