Neuer WWF-Bericht Living Planet Report 2018: 60 Prozent der Wirbeltiere ausgerottet

Von dpa

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Der südchinesische Tiger ist ein vom Aussterben bedrohtes Wildtier. Foto: imago/XinhuaDer südchinesische Tiger ist ein vom Aussterben bedrohtes Wildtier. Foto: imago/Xinhua

Berlin. Der Mensch verbraucht zu viele natürliche Ressourcen, der Erde und den Tieren geht es dadurch immer schlechter.

Die Bestände Tausender Wirbeltierarten auf der Erde sind einer großen Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als die Hälfte geschrumpft. 

Der Rückgang zwischen 1970 und 2014 betrage im Schnitt 60 Prozent, heißt es im Living Planet Report 2018 der Umweltstiftung WWF und der Zoologischen Gesellschaft London, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Angaben beruhen auf Daten von rund 16.700 untersuchten Populationen und rund 4000 Wirbeltierarten weltweit.

Gleichzeitig dokumentiert der Report einen weiter wachsenden Bedarf der Menschheit an natürlichen Ressourcen. "Unser Lebensstil ist wie Kettenrauchen und Komasaufen auf Kosten des Planeten", erklärte Jörg-Andreas Krüger vom WWF zur zwölften Ausgabe des erstmals vor 20 Jahren erschienenen Reports. Noch sei aber eine Trendwende machbar.

Der Report habe 3268 Einzelquellen zusammengefasst, darunter etwa lange Monitoringprogramme von Forschern und "Citizen Science" Projekte, bei denen Laien Tiere zählen.


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