Nach Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg Emotionaler Facebook-Post: Dunja Hayali fordert schnellere Abschiebungen

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Eine Grundgesetzänderung im Zusammenhang mit Abschiebungen dürfe kein Tabu sein, fordert Fernsehmoderatorin Dunja Hayali. Foto: imago/RevierfotoEine Grundgesetzänderung im Zusammenhang mit Abschiebungen dürfe kein Tabu sein, fordert Fernsehmoderatorin Dunja Hayali. Foto: imago/Revierfoto

Freiburg. Noch ist die genaue Dimension des jüngsten schrecklichen Verbrechens unklar. In Freiburg wird wieder demonstriert, im Netz diskutieren Nutzer den Fall in scharfem Ton. Moderatorin Dunja Hayali schaltet sich ein.

In einem ausführlichen Facebook-Post findet Sportstudio-Moderatorin Dunja Hayali deutliche Worte: Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg mache klar, dass kriminelle Ausländer schneller abgeschoben werden müssten, meint die 44-Jährige. 

Hayali hat sich schon öfter zum Thema Migranten positioniert und im Umgang mit ihnen stets mehr Toleranz und Sachlichkeit gefordert. Für ihr Engagement gegen Rassismus bekam sie im Mai das Bundesverdienstkreuz. Nun die Erkenntnis, der Staat müsse härter durchgreifen – doch in ihrer Haltung "gekippt" sei sie keineswegs, betont Hayali. Dass Menschen hämisch angesichts der Tat reagierten, weil Flüchtlinge unter den Tatverdächtigen waren, sei "perfide". Ebenso, dass manche ihr die gleiche "Erfahrung" wünschen.

Es gebe 1000 rechtliche Hürden für Abschiebungen

Als Reaktion fordere sie schon seit Längerem, auffällig gewordene oder bereits abgelehnte Asylbewerber schneller aus dem Land zu weisen. "Dass Abschiebeverfahren zu lange dauern, dass sie aus 1000 Gründen rechtlich nicht umgesetzt werden (können) und auch Weiteres in diesem Zusammenhang kann ja kein Ist-Zustand bleiben!", schreibt Hayali. Eine Grundgesetzänderung in diesem Zusammenhang dürfe kein Tabu sein, findet sie.

In Freiburg soll es derweil wieder Proteste auf der Straße geben. Während die rechtspopulistische AfD für Montagabend zu einer Versammlung aufrief, wollen Gegendemonstranten vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens warnen. 

Nach einem Disco-Besuch soll eine junge Frau in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Polizei meldete inzwischen acht Festnahmen. Gegen sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen bestehe dringender Tatverdacht, hieß es. Die Tatverdächtigen sollen den Behörden wegen anderer Straftaten bereits bekannt sein. Die meisten von ihnen lebten in Flüchtlingsunterkünften in und um Freiburg, hieß es.

Die rund 230.000 Einwohner zählende Stadt war schon nach dem Mord an einer Studentin vor rund zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten. Deswegen war ein junger Flüchtling festgenommen und im März verurteilt worden. Die damalige Tat sowie weitere Verbrechen in und um Freiburg hatten überregional eine Debatte über die deutsche Flüchtlingspolitik ausgelöst. Dies wiederholt sich nun.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN