Unwetteralarm auch am Montag Italien: Unwetter fordern fünf Todesopfer in Kalabrien

Von dpa

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Eingepackte Heuballen und Sandsäcke als Barriere gegen Wasser und Schlamm auf der Brenner-Bundesstraße. Foto: Bernd März/dpaEingepackte Heuballen und Sandsäcke als Barriere gegen Wasser und Schlamm auf der Brenner-Bundesstraße. Foto: Bernd März/dpa

Rom. Starker Regen und Wind richten in Italien von Nord bis Süd Schäden an, kosten Menschenleben, blockieren eine wichtige Verkehrsachse – und am Montag soll es noch schlimmer werden.

Ein schweres Unwetter mit Starkregen und Sturmböen hat weite Teile Italiens getroffen und mehrere Menschen das Leben gekostet. Die Schlechtwetterfront sollte sich am Montag noch auswachsen, die Rettungsdienste und der Zivilschutz bereiteten sich allerorten darauf vor. Die Brenner-Autobahn wurde nach einem Murenabgang am Sonntagabend komplett gesperrt. Auch die Brennerlinie der Eisenbahn wurde aus Sicherheitsgründe gesperrt.

Fünf Tote in Kalabrien

Vier Männer starben in der südlichen Region Kalabrien. Sie seien in der Nähe der Stadt Crotone von einem Erdrutsch getötet worden, als sie ein durch das Unwetter zerstörtes Rohr reparieren wollten, berichtete die Polizei am Sonntag laut Nachrichtenagenturen. Beim Hafen von Catanzaro in Kalabrien an der Stiefelspitze Italiens fand die Feuerwehr einen Toten, nachdem ein Segelboot von der Strömung fortgerissen worden war.


Nach einem Murenabgang ist die Brenner-Autobahn in Südtirol erneut gesperrt worden. Die Strecke zwischen Brenner und Sterzing in Italien sei wegen "außergewöhnlicher Ereignisse" in beiden Richtungen zu, erklärte der Betreiber am Montag. Am Vorabend war nach heftigem Regen eine Mure auf die wichtige Verkehrsachse abgegangen, mehrere Fahrzeuge wurden erfasst. Es gab keine schwerer Verletzten. Zwischenzeitlich war die Autobahn wieder offen. Das Nachrichtenportal stol.it berichtete, es bestehe die Gefahr, dass eine Elektroleitung auf die Autobahn stürze.

Für Montag galt in fast ganz Italien Unwetteralarm. Unter anderem die Regionen Ligurien und Venetien hatten die höchste Warnstufe ausgerufen. Schulen blieben unter anderem in Venetien, Rom, Genua und Teilen der Toskana geschlossen.

Erdrutsche und schwere Stürme

Sturmböen und Starkregen erfassten auch Sardinien und die benachbarte französische Insel Korsika. Die Wetterdienste maßen dort Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde.

Der Zivilschutz sprach von außergewöhnlichen Wetterverhältnissen und rief auf zu maximaler Wachsamkeit. Zudem riefen die Behörden für weite Teile des Landes die höchste Alarmstufe aus.

In der Region Venetien wurden Überschwemmungen und Erdrutsche befürchtet. Schulen in der gesamten Region, in der auch Venedig liegt, sollen am Montag geschlossen bleiben. Der berühmte Markusplatz war schon am Sonntag überschwemmt, wie Videos zeigten.

Auch bei Genua ging ein Erdrutsch nahe einer Autobahn ab. Mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünfte gebracht. In der Region Ligurien um Genua warnten die Behörden die Küstenbewohner vor einem schweren Sturm in den kommenden Stunden. Am Montag sollten die Schulen in der Region geschlossen bleiben.

Auch in Rom bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen, die Menschen sollten nach Möglichkeit zuhause bleiben. Für Küstenorte warnte der Zivilschutz vor Sturmfluten. Auch in weiten Teilen der Toskana bleiben Schulen am Montag zu. Auf der Insel Elba stürzte zudem ein historischer Bergwerks-Steg im Meer ein.


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