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Nach EU-Umfrage EU-Minister diskutieren Abschaffung der Zeitumstellung

Von dpa

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Über Sinn und Zweck der Zeiumstellung wird seit langem gestritten. Nun könnte sich bald etwas ändern. Foto: Daniel NaupoldÜber Sinn und Zweck der Zeiumstellung wird seit langem gestritten. Nun könnte sich bald etwas ändern. Foto: Daniel Naupold

Graz/Brüssel. Die Zeitumstellung könnte bald Geschichte sein. Die EU-Kommission drückt für eine Abschaffung aufs Tempo, weil viele Menschen das Uhrendrehen für überflüssig halten. Heute treffen sich die EU-Verkehrsminister um darüber zu debattieren.

Die EU-Verkehrsminister diskutieren heute (9.30 Uhr) im österreichischen Graz über die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung. Bei dem informellen Treffen werden die zuständigen Minister die Pläne zum ersten Mal besprechen. Entscheidungen sind nicht vorgesehen.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten den Vorschlägen mehrheitlich zustimmen, damit sie in die Tat umgesetzt werden können.

In manchen EU-Hauptstädten gab es noch Klärungsbedarf. Deutschland tendiert allerdings bereits zu permanenter Sommerzeit, ebenso wie Österreich, das derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne hat.

Die Brüsseler Behörde hatte die Änderung vorgeschlagen, nachdem sich in einer EU-weiten Online-Umfrage 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen hatten. Die meisten plädierten für eine dauerhafte Sommerzeit. 4,6 Millionen Antworten gingen bei der EU-Kommission ein - ein Rekord für diese Art von Befragungen, jedoch weniger als ein Prozent der EU-Bevölkerung. Allein 3 Millionen Teilnehmer kamen aus Deutschland.


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