Mehrere Verletzte Gewaltausbruch nach Pokerspiel: 23-Jährige in Berliner Lokal tödlich verletzt

Von dpa

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Bewaffnete Polizisten stehen am frühen Morgen vor dem Tatort in Berlin. Foto: dpa/Paul ZinkenBewaffnete Polizisten stehen am frühen Morgen vor dem Tatort in Berlin. Foto: dpa/Paul Zinken

Berlin. In Berlin ist eine junge Frau bei einem brutalen Streit zu Tode gekommen. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, ein Bezug zum Rockermilieu wird vermutet.

Die am Samstag bei einem Streit in Berlin getötete Frau ist an einer Schussverletzung gestorben. Das habe die Obduktion der Leiche ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Bei der Auseinandersetzung zwischen mehreren Unbekannten in einem Lokal an der Prinzenallee im Ortsteil Gesundbrunnen war neben der 23-Jährigen ein Mann schwer verletzt worden. Der 39-Jährige befinde sich derzeit nicht in Lebensgefahr, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Ob auch er Schussverletzungen erlitten habe, wurde, blieb unklar.

Nach einem Bericht der "B.Z." (Sonntag) soll dem Gewaltausbruch in dem Lokal eine illegale Pokerrunde im Hinterzimmer vorangegangen sein, der Streit entzündete sich demnach an einem verlorenen Wetteinsatz. Die Beteiligten gingen dann in den frühen Morgenstunden am Samstag mit Hämmern, Äxten und Baseballschlägern aufeinander los, wie die Polizei berichtete. Zeugen hatten auch von Schussgeräuschen berichtet.

Beteiligte konnten anscheinend entkommen

Inwieweit die Frau und der 39-Jährige in den Streit involviert waren, ist dem Vernehmen nach noch Gegenstand der Ermittlungen. Alarmierte Polizisten hatten die Frau schwer verletzt vor dem Lokal und den Mann im Inneren gefunden. Rettungskräfte reanimierten die 23-Jährige noch, doch sie starb wenig später im Krankenhaus.

Der brutale Streit löste einen größeren Polizeieinsatz aus. Vor dem Lokal versammelten sich mehrere Menschen. Beamte sicherten Spuren und befragten Zeugen. Die Beteiligten des Streits dürften entkommen sein  von Festnahmen noch vor Ort war auch am Sonntag nichts bekannt.

Dem Vernehmen nach wird ein Bezug zum Rockermilieu angenommen, offiziell macht die Polizei dazu bislang keine Angaben. Vorfälle in der Gegend um die Prinzenallee und die Soldiner Straße beschäftigen die Polizei häufiger. Im Oktober 2017 etwa schoss in der Prinzenallee ein 50-Jähriger mehrfach auf einen 30-Jährigen, der schwer verletzt wurde. Im Juli dieses Jahres feuerten Unbekannte mehrere Schüsse auf ein Lokal ab.


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