Hass im Netz Melania Trump: "Ich bin einer der meist gemobbten Menschen der Welt"

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Rätselhaft wie eine Sphinx: Melania Trump erntete für ihre Afrikareise böse Kommentare im Internet. Foto: imago/ZUMA Press/Andrea HanksRätselhaft wie eine Sphinx: Melania Trump erntete für ihre Afrikareise böse Kommentare im Internet. Foto: imago/ZUMA Press/Andrea Hanks

Washington. First Lady Melania Trump klagt in einem Fernsehinterview über bösartige Kommentare über ihre Person – rhetorisch ganz wie ihr Ehemann.

Ihr Mann Donald Trump prahlt regelmäßig mit Superlativen über seine angeblichen Erfolge. Auch First Lady Melania Trump ist nun so eine rhetorische Übertreibung über die Lippen gekommen: Sie fühle sich gemobbt – so schlimm wie sonst keiner.

Die streitbare Aussage machte die 48-Jährige bei ihrer Afrikareise in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender ABC. Darin sprach Trump unter anderem über ihr Herzensprojekt. Die "Be Best"-Initiative setzt sich gegen Cyber-Mobbing ein. Auf die Frage, was sie dazu antreibe, das Thema zu verfolgen, sagte Trump, sie selbst sei eine Betroffene – und mehr noch: "Ich könnte sagen, dass ich eine der am meisten gemobbten Personen der Welt bin". 

Der Reporter hakte nach. Daraufhin differenzierte sie die Aussage etwas: "Naja, eine von den am meisten schikanierten Menschen, wenn Sie sich wirklich anschauen, was die Leute über mich sagen." Dies sei auch der Anlass dazu gewesen, dass sie ihre Initiative auf die sozialen Netzwerke konzentriere. Sie wolle Kinder darin schulen, mit derartigem Hass im Netz umzugehen.

Die Bekenntnis, selbst eines der größten Opfer zu sein, überrascht etwas. Tatsächlich wird Melania Trump in den sozialen Netzwerken häufig beschimpft – wie reihenweise andere prominente Persönlichkeiten und auch ihr Mann. Angriffsfläche für Kritik bietet das aus Slowenien stammende frühere Model hauptsächlich mit ihrer Rolle als Frau des US-Präsidenten. Bei Auftritten wirkt sie stets etwas scheu und meidet große Reden. Gehässige Kommentare kassiert sie meist für ihre Kleiderwahl.

Dennoch stehe sie zur Rolle der First Lady und ihrem Mann, betonte sie im Interview. "Ich glaube, mein Mann macht einen unglaublichen Job für diese Nation", sagte sie und ergänzte, egal ob er sich für eine weitere Amtszeit aufstellen lasse oder nicht: "Ich werde ihn unterstützen." Wieder hakte der Reporter nach. Ob sie sich persönlich auf weitere sechs Jahre in Washington freue? "Ich genieße es", sagte die First Lady. Mobbing hin oder her, sie beteuerte, sie fühle sich wohl. "Ich liebe es wirklich, in Washington und im Weißen Haus zu leben."


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