SPD-Politiker Johannes Kahrs heiratet seinen Freund

Von dpa

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Johannes Kahrs (SPD, r) und sein Ehemann Christoph Rohde verlassen nach ihrer Hochzeit die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg. Foto: Axel HeimkenJohannes Kahrs (SPD, r) und sein Ehemann Christoph Rohde verlassen nach ihrer Hochzeit die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg. Foto: Axel Heimken

Hamburg. Fast genau ein Jahr nach Inkrafttreten der Ehe für alle hat der Politiker seinen langjährigen Freund in Hamburg geheiratet. Die beiden sind seit 25 Jahren ein Paar.

Fast genau ein Jahr nach Inkrafttreten der Ehe für alle hat der SPD-Politiker Johannes Kahrs seinen langjährigen Freund Christoph Rohde geheiratet. Die beiden gaben sich am Samstag in Hamburg das Jawort.

Eine eingetragene Lebenspartnerschaft sei für sie nicht infrage gekommen, hatte Kahrs zuvor der „Bild“-Zeitung gesagt. „Wenn wir heiraten, dann richtig.“ Er sei seit 25 Jahren mit seinem Partner zusammen.

Der 55-jährige Kahrs ist haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und einer der Sprecher des Seeheimer Kreises, des konservativen SPD-Flügels. In der Bundestagsdebatte über die Öffnung der Ehe für Homosexuelle hatte Kahrs am 30. Juni 2017 mit einer Wutrede Aufsehen erregt. So hatte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, sich bei dem Thema „verstolpert“ zu haben. „Das war Ihr Schabowski-Moment“, meinte er in Anspielung auf die versehentliche Verkündung der DDR-Grenzöffnung durch Günter Schabowski.

Seit dem 1. Oktober 2017 können gleichgeschlechtliche Paare genau wie Heterosexuelle heiraten. Zuvor hatten sie ihre Lebenspartnerschaft seit 2001 eintragen lassen können, es gab aber keine Gleichstellung mit der Ehe, etwa beim Adoptionsrecht.


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