Kampf gegen "Manspreading" Virales Video: Frau gießt Männern hochkonzentrierte Bleiche in den Schritt

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Mit der flüssigen Bleiche protestiert die 20-Jährige nach eigenen Angaben gegen das sogenannte "Menspreading". Screenshot: youtube.com / Anna DovgalyukMit der flüssigen Bleiche protestiert die 20-Jährige nach eigenen Angaben gegen das sogenannte "Menspreading". Screenshot: youtube.com / Anna Dovgalyuk

Sankt Petersburg. Anna Dovgalyuk hat das angebliche Macho-Verhalten von Männern im Visier. Kritiker werfen ihr Selbstinszenierung vor.

"Manspreading": Mit diesem Begriff wird das Verhalten einiger männlicher Fahrgäste im öffentlichen Verkehr bezeichnet, die mit gespreizter Beinhaltung auf ihren Plätzen sitzen und so die Bewegungsfreiheit ihrer Sitznachbarn einschränken. 

Mehr als drei Millionen Klicks in zwei Tagen

Die selbsternannte "Sozialaktivistin" Anna Dovgalyuk aus Russland hat sich nun zum Ziel gemacht, diese Angewohnheit zu unterbinden – indem sie besonders breitbeinig sitzenden Fahrgästen der Metro in Sankt Petersburg hochprozentiges Bleichmittel in den Schritt gießt: 


Anfang der Woche hat die 20-Jährige ein Video zu ihrer Aktion bei Youtube hochgeladen, das inzwischen mehr als drei Millionen Mal geklickt wurde. Darin erklärt sie, dass die verwendete Bleichmittel-Lösung 30 Mal konzentrierter als die Mischung sei, die man beim Waschen verwenden würde. So hinterlasse die Flüssigkeit mit Sicherheit bleibende Flecken auf den Hosen. Ihre Aktion widme sie allen, die die "Manifestation von Machoqualitäten im öffentlichen Verkehr ertragen müssen". 

Vorwurf der Fälschung

Wie unter anderem die britische Dailymail berichtet, gibt es in Russland Vorwürfe gegen Dovgalyuk, ihr Video sei inszeniert und bei den darin gezeigten Personen handle es sich um Schauspieler. Außerdem wolle sie mit der Aktion viel mehr auf sich selbst aufmerksam machen. Die 20-Jährige selbst bestreitet das. 

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Studentin für Aufmerksamkeit gesorgt, in dem sie in der Öffentlichkeit ihr Kleid hochzog und auch diese Aktion als Video bei Youtube hochlud: 


Sie wollte damit auf das sogenannte "Upskirting" in Russland aufmerksam machen, erklärte sie damals – dem heimlichen Fotografieren unter den Rock einer Frau. 


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