Online-Kriminalität Hinweise auf kinderpornografische Inhalte im Netz mehr als verdoppelt

Von dpa

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2017 sind fast 6000 Hinweise auf Kinderpornografie im Internet bei BKA und Beschwerdestellen eingegangen. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand2017 sind fast 6000 Hinweise auf Kinderpornografie im Internet bei BKA und Beschwerdestellen eingegangen. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Berlin. 2017 sind mehr als doppelt so viele Hinweise auf kinderpornografische Inhalte im Internet eingegangen als im Jahr zuvor, insgesamt waren es 5977. Bei den meisten Fällen ging es um Inhalte auf Servern im Ausland.

Beim Bundeskriminalamt (BKA) und den Beschwerdestellen sind 2017 mehr als doppelt so viele Hinweise auf kinderpornografische Inhalte im Internet eingegangen wie im Jahr davor. Insgesamt 5977 Hinweise gingen im vergangenen Jahr ein, nach 2721 im Jahr davor. Das geht aus dem jährlichen Bericht des Bundesjustizministeriums hervor. 

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Bei einem Teil der Hinweise konnte das BKA nicht handeln, etwa weil Inhalte nicht mehr abrufbar waren, der Standort des Servers nicht ermittelt werden konnte oder es keine ausreichende Kooperation mit einem anderen Land gab. Mehr als 80 Prozent der Inhalte (5938 Fälle) waren im Ausland gehostet. 

60 Prozent der Inhalte im Inland waren dem Bericht zufolge spätestens nach zwei Tagen gelöscht, 97 Prozent binnen einer Woche. Durchschnittlich dauerte die Löschung gut zwei Tage, 2016 waren es noch fast drei Tage gewesen.

Komplizierte Löschung von Inhalten im Ausland

Im Ausland dauere die Löschung aufgrund von komplizierteren Verfahren und einer höheren Zahl beteiligter Stellen deutlich länger: Dort würden innerhalb einer Woche nur 60 Prozent der Inhalte verschwinden, 87 Prozent innerhalb von vier Wochen.

2016 waren noch 62 Prozent der Inhalte aus dem Ausland gelöscht, 92 Prozent nach vier Wochen – diese Quote hat sich demnach verschlechtert. Rund ein Drittel der ausländischen Inhalte wurde an Stellen in den USA gemeldet. 

Laut dem Verband der Internetwirtschaft Eco erhielt das BKA 88 Prozent der Hinweise von deutschen Beschwerdestellen. Lediglich ein Prozent der Beschwerden sei direkt von Privatpersonen eingegangen. 


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