Im Konzert deutlicher als im Netz Helene Fischer stößt zur #wirsindmehr-Gemeinschaft

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#wirsindmehr: Helene Fischer bekennt sich gegen Fremdenhass. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa#wirsindmehr: Helene Fischer bekennt sich gegen Fremdenhass. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin. Via Facebook, Instagram bekennt sich Helene Fischer zur #wirsindmehr-Bewegung; im Konzert votiert sie gegen Fremdenhass.

Popularität gegen Populismus: Vor ihrem mehrtägigen Konzertmarathon in der Berliner Mercedes-Benz-Arena schließt Helene Fischer sich der #wirsindmehr-Gemeinschaft an: „Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist – das sollte uns stolz machen.“ 


Musik sieht sie als Zeichen der Verbundenheit. „Ich freue mich daruf, heute mit euch dieses Zeichen zu setzen“, schreibt sie und schließt ihren Post mit den Hashtags: #wirbrechendasschweigen, #wirsindmehr, #schreiteslaut, #liebe und #peace. Bei Facebook  erreicht Fischer 1,6 Millionen Fans, bei Instagram folgen ihr 500.000 Menschen. 

Fischers Statement wurde seit Jahren eingefordert

Vor allem der Slogan „Wir brechen das Schweigen“ ist im Fall Helene Fischers wörtlich zu nehmen: Immer wieder war die Musikerin direkt aufgefordert worden, sich gegen den Fremdenhass zu positionieren. Udo Lindenberg wünschte sich in der „Rheinischen Post“ schon 2016 „von Helene Fischer auch mal ein Statement gegen Rechtspopulismus“. Klaas Heufer-Umlauf lieferte im „Spiegel“ später sogar einen Formulierungsvorschlag: „Helene Fischer müsste doch nur einmal sagen: 'Hierher kommen Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Lasst uns denen helfen. Meine Empfehlung, Ihre Helene Fischer.' Sie muss keine ewig langen Facebook-Posts schreiben. Ein Satz vor einem Konzert würde reichen. Die Leute würden ihr zuhören.“

Im Konzert wird Helene deutlicher

Dem schriftlichen Statement ist Helene Fischers Abneigung gegen politische Stellungnahmen noch deutlich anzumerken: Worte wie Neonazismus, Fremdenhass oder Rechtspopulismus vermeidet der Text, der seine Botschaft in ein Bekenntnis zum Eskapismus einbettet: „Lasst uns“, schreibt Fischer über ihre eigentliche Mission, „für ein paar Stunden den Alltag vergessen.“ Beim ersten ihrer Nachhol-Konzerte allerdings ist die 34-Jährige dann doch noch einmal deutlich geworden und hat eins ihrer Lieder ausdrücklich unter der Flagge von #wirsindmehr präsentiert: „Ich möchte jetzt und hier, dass keiner mehr sitzen bleibt. Denn jetzt erhebt euch, erhebt gemeinsam mit mir die Stimme gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit“, sagt sie in einem Mitschnitt, den die Userin @clehrchen über Twitter verbreitet.


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