"Feine Sahne Fischfilet" Band zeigt Hitlergruß? Wirbel um Fake-Foto nach Konzert in Chemnitz

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Jan "Monchi" Gorkow, Frontmann der Ban "Feine Sahne Fischfilet" beim #Wirsindmehr"-Konzert in Chemnitz. Foto: Sebastian Kahnert/dpaJan "Monchi" Gorkow, Frontmann der Ban "Feine Sahne Fischfilet" beim #Wirsindmehr"-Konzert in Chemnitz. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Chemnitz. Die Band "Feine Sahne Fischfilet" wurde einst als linksextrem eingestuft. Ein manipuliertes Foto sorgt nun für Aufsehen.

Eine linke Band, die auf einmal rechtsextrem geworden ist – diesen Eindruck versuchen offenkundig rechte Propagandisten in den sozialen Netzwerken über "Feine Sahne Fischfilet" zu erwecken. Dort kursiert seit Montagabend ein Fake-Foto, auf dem Frontmann Jan "Monchi" Gorkow den Hitlergruß zeigen soll:

Am Montagabend erhielt die Chemnitzer Polizei eine Reihe von Hinweisen, wonach der Sänger der Band im Vorfeld des Gratis-Konzerts angeblich den verbotenen Hitlergruß gezeigt habe. Nach einer umgehenden Prüfung stellten die Beamten aber klar: es handelt sich um einen Fake:


Dieses Video von "Feine Sahne Fischfilet" (Instagram-Story) erklärt die Entstehung des Bildes:

Das manipulierte Bild wurde mittlerweile vom Urheber gelöscht. Laut Medienberichten verbreitete es sich über einen erst am Wochenende angelegten Social-Media-Account. Vorstellbar ist, dass die Macher des Fakes versuchten, die Band in Missgunst zu bringen oder auch zu zeigen, dass Fotos mit Hitlergruß nicht unbedingt echt sein müssen. So gingen zahlreiche Bilder von einer rechten Chemnitzer Demo aus der vergangenen Woche durch die Medien, auf denen Rechtsradikale mit der verbotenen Geste zu sehen waren.

Im Fokus des Verfassungsschutzes

Rund um den Auftritt der 2007 in Rostock gegründeten Band beim #Wirsindmehr-Konzert hatte es bereits im Vorfeld vereinzelt Kritik gegeben. So wetterten Stimmen aus Union und FDP gegen eine Unterstützung durch Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident hatte einen entsprechenden Veranstaltungshinweis auf Facebook geteilt:

Anlass für die Kritik war, dass die Band 2011 im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern als linksextrem aufgeführt worden war.


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