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65.000 Besucher in Chemnitz #WirSindMehr-Konzert endet mit spektakulären Gästen beim Tote-Hosen-Auftritt

Von Christian Ströhl, Tobias Bosse und Christopher Chirvi

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Sänger Campino von der Rockband "Die Toten Hosen" steht bei einem Konzert unter dem Motto #wirsindmehr auf dem Parkplatz vor der Johanniskirche auf der Bühne. Foto: Sebastian Kahnert/dpaSänger Campino von der Rockband "Die Toten Hosen" steht bei einem Konzert unter dem Motto #wirsindmehr auf dem Parkplatz vor der Johanniskirche auf der Bühne. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Chemnitz. Mehrere Rockbands wollten mit einem Open-Air-Konzert in Chemnitz ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus und Fremdenhass setzen. Das ist ihnen gelungen: 65.000 Besucher sind laut der Stadt gekommen.


LIVETICKER ZUM NACHLESEN: PROTESTKONZERT GEGEN RECHTS IN CHEMNITZ

Zeitplan für das #WirSindMehr-Konzert in Chemnitz:

  • 17:00 Begrüßung und Schweigeminute für Daniel H.
  • 17:20 – 17:45 Trettmann
  • 17:55 – 18:25 Feine Sahne Fischfilet
  • 18:35 – 19:05 K.I.Z
  • 19:15 – 19:45 Kraftklub
  • 19:55 – 20:25 Nura / Marteria und Casper
  • 20:40 – 21:15 Die Toten Hosen
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 11:42

Hallo und herzlich willkommen zu unserem Liveticker!

Unsere Reporter Tobias Bosse und Christopher Chirvi sind in Chemnitz und berichten live über das Protestkonzert gegen Rechts und das Geschehen im Umfeld. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.
Nico Buchholz
3. September 2018 15:53

Protestkonzert gegen Rechts in Chemnitz: #WirSindMehr

  • Nach dem Tod eines Deutschen vor neun Tagen in Chemnitz kommt die Stadt weiter nicht zur Ruhe.
  • Für heute haben Musiker zu einem Gratis-Protestkonzert geladen, darunter die Toten Hosen, Materia, Kraftklub und Feine Sahne Fischfilet.
  • Zwei Demos rechter und rechtspopulistischer Organisationen, die nahe dem Konzertgelände stattfinden sollten, wurden derweil abgesagt. 
  • Bei einer Pressekonferenz vor dem Konzert äußern sich die Musiker zu den Geschehnissen in Chemnitz. "Ich würde mich schämen, nicht dabei zu sein", sagt Feine-Sahne-Fischfilet Sänger "Monchi" Gorkow.
  • 50.000 Besucher sollen derzeit laut Stadt Chemnitz beim Konzert sein. Das sind deutlich mehr, als zunächst erwartet.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:05
Der Sänger der Band "Feine Sahne Fischfilet", Jan "Monchi" Gorkow, will mit dem Konzert gegen Rechts ein Zeichen setzen: "Wir überlassen euch nicht die Straße!", sagt er bei der Pressekonferenz vor dem Konzert in Chemnitz. Foto: imago/Carsten Thesing
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:18
"Ich würde mich schämen, heute nicht dabei zu sein." - Jan "Monchi" Gorkow, Sänger Feine Sahne Fischfilet
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:21
"Es geht bei diesem Konzert nicht um links gegen rechts. Alle, die politischen Anstand haben, stellen sich gegen diesen extremistischen Mob", sagt Campino, Sänger der Toten Hosen, im Vorfeld des Konzerts in Chemnitz.
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:35
"Dieses Konzert ist ein Teil Musikgeschichte", sagt Sänger Marteria.
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:41

Besucheransturm in Chemnitz erwartet

Bis zu 30.000 Besucher sollen heute zum Konzert nach Chemnitz kommen. Die Sängerinnen und Sänger haben bei einer Pressekonferenz bekundet, ein Zeichen gegen Rechts setzen zu wollen. Für alle, die noch nach Chemnitz reisen, gibt es hier noch ein paar hilfreiche Tipps.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 16:59

Campino: Immenser Shitstorm gegen „#wirsindmehr"-Bands

Die am „#WirSindMehr"-Konzert am Abend in Chemnitz beteiligten Bands sind laut Campino heftigen Anfeindungen im Internet ausgesetzt. Auf den Facebook-Seiten gebe es "immense Shitstorms" gegen die Musiker, sagte der Tote-Hosen-Sänger am Montag in Chemnitz. "Man muss schon ein dickes Fell haben, um zu sagen: Ich gehe trotzdem nach vorne", sagte Campino. Er freue sich, dass seine Band "kurz vor der Rente" für das Open-Air-Konzert gegen Rassismus und rechte Hetze angefragt worden sei.
Der Rapper Marteria (35) sagte, er fühle sich durch die Vorkommnisse in Chemnitz an die fremdenfeindlichen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen erinnert. Er habe damals 1992 in Rostock gewohnt und es sei ein unfassbar schlimmer Moment für ihn gewesen. Genau wie damals in Rostock habe sich jetzt in Chemnitz etwas aufgebauscht. Er solidarisiere sich mit den Menschen, die sich dagegenstellen. (dpa)

Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:08

Spontanversammlungen in Chemnitz untersagt"

Die Polizei Sachsen will verhindern, dass die Situation in Chemnitz rund um das Konzert eskaliert. Darum sind alle Spontanversammlungen verboten worden.

Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:09
Chemnitz im Ausnahmezustand: Die Straßen in der Stadt sind dicht, auch auf den Autobahnen staut es sich mit Fahrzeugen aus dem gesamten Bundesgebiet. Und wir stehen ebenfalls im Stau...
Christopher Chirvi
3. September 2018 17:14

Sieben Anzeigen zu Übergriffen auf Journalisten in Chemnitz

Den sächsischen Behörden liegen eigenen Angaben zufolge bislang sechs Anzeigen wegen Übergriffen auf Journalisten am Rande der Kundgebungen am Samstag in Chemnitz vor. Es gehe dabei um Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung, teilte das Innenministerium in Dresden am Montag auf Anfrage mit. Die Chemnitzer Polizei ermittelt demnach unter anderem zu einem Vorfall mit einem MDR-Fernsehteam in einer Privatwohnung am Rande der Demonstrationen.
Eine siebte Anzeige – wegen Bedrohung – stammt vom 26. August. An diesem Tag war es nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Deutschen erstmals zu Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz gekommen. (dpa)

Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:17
Mit dem "#WirSindMehr"-Konzert in Chemnitz wollen die beteiligten Musiker ein lautes Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. "Wir sind nicht naiv. Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass man ein Konzert macht und dann ist die Welt gerettet", sagte Kraftklub-Sänger Felix Brummer am Montag vor Beginn des Open Air-Konzerts. "Aber manchmal ist es wichtig, zu zeigen, dass man nicht allein ist." Foto: Matthias Becker
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:24
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:35

Trettmann eröffnet das #WirSindMehr-Konzert

Der Hip-Hopper und Soul-Sänger Ronny Trettmann hat das Konzert in Chemnitz eröffnet. Er ist in Chemnitz aufgewachsen. Der Auftritt war ihm darum persönlich wichtig.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:36
Ein Blick auf das Konzertgelände in Chemnitz. Die Veranstalter gehen von mindestens 20.000 Besuchern aus. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:43

Stranden Bahnfahrende in Chemnitz?

Wie die Polizei Sachsen auf Twitter mitgeteilt hat, sind offenbar alleine 5000 Besucher des Konzerts aus Richtung Leipzig mit der Bahn angereist. Für die Rückfahrt stehen aber nur drei Züge zur Verfügung. Die Polizei rät deshalb zur rechtzeitigen Abreise. Innerhalb der Stadt ist der öffentliche Personennahverkehr derweil eingestellt worden. Nur Shuttlebusse fahren noch.
 
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:46
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 17:52

Kreative Protestform

Wer es nicht nach Chemnitz schafft, aber trotzdem seine Meinung kundtun will, der hängt sein bunt bemaltes Plakat einfach ins Fenster oder vom Balkon – und ist Teil einer "Fensterdemo". Mit Hilfe des Internets soll daraus nun eine bundesweite Aktion werden: Die Veranstalter rufen via Facebook dazu auf, Botschaften gegen Fremdenhass und für Toleranz in der eigenen Nachbarschaft zu verteilen und Bilder der geschmückten Fassaden und Gartenzäune dann unter dem Hashtag #WirSindMehr zu verbreiten. "Wir zeigen unseren Nachbarn, Passanten, Kunden, dass wir die Mehrheit sind, die für Vielfalt, Toleranz, Offenheit, Gleichberechtigung, Demokratie, Frieden und Liebe steht", sagte Mitinitiator Bastian Buch. Die "Fensterdemo" soll von diesem Montag an sieben Tage dauern.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:11
Videoumfrage auf dem Konzertgelände in Chemnitz: Anna kommt aus Chemnitz und steht für Weltoffenheit ein. Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:13
"Diese Hetze der Regierungsparteien ist abstoßend. Wenn jemand auf dem Mittelmeer am sterben ist, ist nicht in erster Linie ein Muslim, er ist ein Mensch." - Sänger Feine Sahne Fischfilet
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:16
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:16
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:19
Videoumfrage in Chemnitz: Dieser junge Mann ist nicht in erster Linie wegen der Musik nach Chemnitz gekommen. Er will vor allem zeigen, dass "Nazis hier nichts zu suchen haben". Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:25
‪Es kommen immer mehr Menschen Richtung Wirsindmehr-Festival-Gelände in Chemnitz. ‬Es müssen inzwischen Zehntausende sein!
Tobias Bosse, Reporter
3. September 2018 18:27
Die Stimmung ist sehr friedlich. Alle Teilnehmer möchten zeigen, dass Chemnitz auch ein liebevolles Gesicht zu bieten hat. Das klappt bislang ziemlich gut.
Tobias Bosse, Reporter
3. September 2018 18:29
Ein Blick auf das Festivalgelände.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:31
Videoumfrage auf dem Konzertgelände: Diese zwei Chemnitzer finden, der Tod von Daniel H. wird von Rechtsextremen instrumentalisiert. Dagegen wollen sie protestieren. Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:41
So sieht es aktuell in Chemnitz aus. Die Konzertbesucher feiern ausgelassen. Foto: doa/Sebastian Willnow
 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:45

Mehr Besucher als erwartet

Die Stadt Chemnitz meldet, dass bis zu 50.000 Besucher zum Konzert gekommen sind. Das sind deutlich mehr Besucher, als zunächst erwartet. 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:45
Gerade ist die Band „Kiz“ auf die Bühne gekommen, die davon berichtet haben, auf dem Weg nach Chemnitz Heiko Maas dabei beobachtet zu haben, wie dieser mehrere Neo-Nazis verprügelt hat - nicht ganz ernsthaft natürlich.
Tobias Bosse, Reporter
3. September 2018 18:46
Diese Besucher in Chemnitz wollen zeigen, dass "Solidarität die stärkere Meinung ist". Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:46

Kein Netz auf dem Konzertgelände

Wie die Polizei soeben mitgeteilt hat, ist das Handynetz auf und am Konzertgelände in Chemnitz überlastet. 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:49

Solidarität für Chemnitz in Hannover

Rund 3000 Menschen haben sich am Montag in Hannover nach Polizeiangaben an einem "Friedensweg" gegen Rechtsextremismus beteiligt. Zeitgleich zu einem Solidaritätskonzert in Chemnitz hatten dazu der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bündnis "Bunt statt Braun" aufgerufen. Unter den Teilnehmer waren auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der evangelische Landesbischof Ralf Meister mit dem Bischofsrat der hannoverschen Landeskirche sowie der jüdische Verbandsvorsitzende Michael Fürst. Die Veranstalter sprachen von bis zu 5000 Teilnehmern.
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:52
Videoumfrage in Chemnitz: Diese jungen Frauen aus Rostock stehen gegen Rechtsextremismus ein. Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:55

Sachsens Innenminister: Polizei hat Einsatz in Chemnitz gut bewältigt 

Während das Konzert in Chemnitz läuft, hat Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) nach den Ausschreitungen am Montag vergangener Woche den Einsatz der sächsischen Polizei gegen Kritik verteidigt. Man habe einen "schwierigen Einsatz" gehabt und die Polizei habe diesen "sehr gut bewältigt", sagte Wöller in Dresden nach einer Sondersitzung des Innenausschusses im sächsischen Landtag. Richtig sei aber auch, dass die Polizei überrascht worden sei, mit welcher Geschwindigkeit rechte Gruppen die Menschen mobilisiert hätten. Das Vorgehen solle nun im Nachhinein genau analysiert werden.

Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:57
  

Ein besonderer Blick aufs Konzertgelände in Chemnitz:

Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:57
Videoumfrage in Chemnitz: Diese beiden Frauen aus Chemnitz wollen "Gesicht zeigen". Video: Tobias Bosse/Christopher Chirvi
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 18:58
Beeindruckende Bilder kommen von unseren Reportern, Tobias Bosse und Christopher Chirvi, aus Chemnitz. 
Christian Ströhl, Redaktion
3. September 2018 19:01
Unglaublich! Mehr als 50.000 Menschen sind nach Chemnitz gekommen, um friedlich gegen rechte Gewalt zu demonstrieren!
Tobias Bosse, Reporter
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