"Red-Porsche-Killer" schlägt Sportwagen "Werner"-Rennen: Comiczeichner Brösel gelingt Revanche

Von lno

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Rötger «Brösel» Feldmann fährt mit seinem «Red Porsche Killer» Dragster auf dem Flughafengelände in Hartenholm nach dem Sieg über Holger «Holgi» Henze an den Fans vorbei. Foto: Carsten RehderRötger «Brösel» Feldmann fährt mit seinem «Red Porsche Killer» Dragster auf dem Flughafengelände in Hartenholm nach dem Sieg über Holger «Holgi» Henze an den Fans vorbei. Foto: Carsten Rehder 

Hartenholm. Comiczeichner Rötger Feldmann alias Brösel (68) hat eine Neuauflage des sogenannten "Werner"-Rennens gewonnen.

30 Jahre nach dem ersten Vergleich setzte er sich am Sonntag mit seinem Motorrad "Red-Porsche-Killer" gegen den Sportwagen des Kieler Kneipenwirts Holger Henze durch. Vor Tausenden Fans der Comicfigur "Werner" raste Brösel auf der rund 200 Meter langen Rennstrecke auf dem Flugplatz Hartenholm im schleswig-holsteinischen Hasenmoor als Erster durchs Ziel. Das Rennen dauerte gerade einmal gut zehn Sekunden. Es war der Höhepunkt eines viertägigen Musik- und Motorsportfestivals.

"Das Brösel-Team hat gewonnen", sagte Feldmann nach seinem Sieg. An den habe er bereits kurz nach dem Start fest geglaubt: "Jetzt hast du ihn", habe er auf dem Motorrad gedacht. Zufrieden zeigte sich auch der Ingenieur des "Red-Porsche-Killer", Wolfgang ("Ölfuß") Ussleber. 

Rötger "Brösel" Feldmann fährt nach dem Sieg über Holger "Holgi" Henze zur Siegerehrung. Foto: Carsten Rehder

Um Brösel den Sieg zu ermöglichen, sei eine "gewisse Schaltautomatik" eingebaut worden, sagte er. Das Motorrad sei eine "richtig schnelle Maschine". Verlierer Henze sagte: "Mir sind die Reifen kurz durchgedreht und das war's". Der Rennausgang sei knapp gewesen.

Viele Trunkenheitsfahrten 

Die Polizei sprach von einem ruhigen Einsatzwochenende. "Das war eine sehr friedliche Veranstaltung", sagte Polizeisprecher Jochen Drews. Allerdings hätten die Beamten viele Trunkenheitsfahrten festgestellt. Bis Sonntagnachmittag seien 29 Fälle aufgenommen worden.

Rötger "Brösel" Feldmann (r) steht nach seinem Sieg zusammen mit Holger "Holgi" Henze auf dem "Schmähturm". Foto: Carsten Rehder/dpa

Rund 35.000 Karten hatten die Veranstalter nach eigenen Angaben verkauft. Das waren deutlich weniger als bei dem legendären "Werner"-Rennen 1988 an selber Stelle. Damals verfolgten rund 200.000 Besucher, wie Brösel wegen eines Schaltfehlers gegen Holgi verlor.

Früher war es voller – und "lustiger"

Der Wettbewerb der beiden geht auf einen Disput in der Kieler Kneipe des Wirts Anfang der 1980er Jahre zurück. Diesen Streit thematisierte der Zeichner auch im "Werner"-Comicband "Eiskalt!". Zwar gab es bei der Anreise zum Festival auch in diesem Jahr Staus rund um Hartenholm. Das war allerdings kein Vergleich zum Original: 1988 hatten die "Werner"-Fans für ein Verkehrschaos gesorgt, bei dem sich der Verkehr auf der Autobahn 7 bis nach Hamburg staute.

Rötger Feldmann (r) und Porsche-Fahrer Holger Henze (l) im September 1988. Die Idee für dieses Fahr-Duell stammt aus dem Comic-Band «Werner - Eiskalt». Foto: Wulf Pfeiffer/dpa

"Gewisse Sachen waren früher lustiger", sagte Feldmann. Vor 30 Jahren habe es weniger Reglementierungen gegeben. Zäune seien zwar nötig. Aber vielleicht könne man es bei einem nächsten Mal "ein bisschen besser machen". Veranstalter Holger Hübner räumte ein, es sei "sicher nicht alles rund gelaufen". Beispielsweise habe es auf dem Campingplatz Probleme mit dem Strom gegeben. 

Zu einer möglichen Neuauflage des Rennens sagte er: "Das entscheiden die Protagonisten." Entscheidend sei, was Feldmann und Henze wollten.


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