Mikrometeorit trifft Raumstation Riss an ISS: keine Gefahr für Astronauten-Crew um Alexander Gerst

Von dpa

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Mitte August brachten die Astronauten bei einem knapp siebenstündigen Einsatz eine Antenne an der Außenhülle der ISS an. Foto: NASAMitte August brachten die Astronauten bei einem knapp siebenstündigen Einsatz eine Antenne an der Außenhülle der ISS an. Foto: NASA

Moskau. Die an der Internationalen Raumstation ISS angedockte Sojus-Raumkapsel ist in der Nacht zum Donnerstag beschädigt worden.

Durch ein etwa 1,5 Millimeter großes Leck sei es zu einem Druckabfall gekommen, bestätigte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos der Deutschen Presse-Agentur.

Durch das Leck hätte Luft aus der Station rund 400 Kilometer über der Erde austreten können. Der Riss sei aber erfolgreich repariert worden. Es habe keine Gefahr für den deutschen Astronauten Alexander Gerst und seine fünf Kollegen bestanden.

Nach ersten Untersuchungen gehe man davon aus, dass ein Mikrometeorit die Kapsel getroffen hat, sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin russischen Medien. Die Kapsel ist an der ISS angedockt und soll die Raumfahrer wieder auf die Erde zurückbringen.

Eine Sojus-Kapsel nähert sich der Raumstation ISS. Foto: NASA

Hat Gerst das Leck mit einem Finger zugehalten?

Die Crew habe das Leck innerhalb kurzer Zeit finden und zudecken können. Ein weiterer Außeneinsatz für zusätzliche Reparaturen sei nicht erforderlich, sagte Rogosin. In sozialen Medien kursierende Gerüchte, dass Gerst das Leck zunächst mit einem Finger zugehalten haben soll, kommentierte Roskosmos nicht.

Der Württemberger Gerst ist seit Anfang Juni auf der ISS. Es ist bereits der zweite Einsatz für den 42-Jährigen. Anfang Oktober soll er als erster Deutscher das Kommando auf der Raumstation übernehmen. (Weiterlesen: Astronaut Alexander Gerst schockt mit Dürre-Fotos von der ISS)


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