Architektur-Wettstreit Spektakuläre Bauten: Das sind die Finalisten für den Hochhauspreis 2018

Von Nina Brinkmann und Anna Behrend

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Eines der nominierten Gebäud ist das "Maha Nakhon" in Bangkok. Es besticht durch eine Fassade, die Pixeln ähnelt. Foto: dpa/Hufton+Crow/DAMEines der nominierten Gebäud ist das "Maha Nakhon" in Bangkok. Es besticht durch eine Fassade, die Pixeln ähnelt. Foto: dpa/Hufton+Crow/DAM

Frankfurt. Fünf Gebäude haben es ins Finale des Internationalen Hochhauspreises 2018 geschafft. Darunter sind Bauten aus aller Welt – allerdings steht keins in Europa.

Immer höher, immer weiter, immer größer: In den vergangenen Jahren haben sich Architekten weltweit ein Wettrennen darum geliefert, wer das höchste Gebäude der Welt baut. Doch genau darum geht es beim Internationalen Hochhauspreis nicht. Die Kriterien für die Auszeichnung sind, dass das Gebäude Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten sowie soziale Aspekte verbindet.

Nominiert waren 36 Hochhausprojekte aus aller Welt. Jetzt stehen die fünf Finalisten im Rennen um den mit 50.000 Euro dotierten Preis fest.

"Beirut Terraces" von Herzog & de Meuron, Beirut (Libanon)

Foto: Iwan Baan/DAM/dpa

Das Gebäude in Libanons Hauptstadt Beirut besteht aus gegeneinander verschobenen Geschossplatten, die laut Jury Innen und Außen verwischen und im heißen Libanon das Gebäude durchlüften.

"Torre Reforma" von L. Benjamín Romano, Mexiko City (Mexiko)

Foto: Iwan Baan/DAM/dpa

Das von L. Benjamín Romano gebaute Hochhaus sieht zwar nicht besonders spektakulär aus, beeindruckte die Jury aber mit einem klugen Tragwerkskonzept, Dieses ist besonders im erdbebengefährdeten Mexiko von Vorteil.

"Chaoyang Park Plaza" von MAD Architects, Peking (China)

Foto: Hufton+Crow/DAM/dpa

Bei der "Chaoyang Park Plaza" gefiel der Jury die Tradition, die das Gebäude widerspiegelt. Für die Form ließen sich die Architekten von traditioneller chinesischer Landschaftsmalerei inspirieren.

"Maha Nakhon" vom Büro Ole Scheeren, Bangkok (Thailand)

Foto: Hufton+Crow/DAM/dpa

Mit 77 Stockwerken ist das höchste Gebäude Thailands ohnehin schon auffällig. Dazu kommt eine spektakuläre Fassade, die wie verpixelt aussieht.

"Oasia Hotel Downtown" von Woha, Singapur

Foto: K. Kopter/DAM/dpa

Im dicht bebauten Singapur steht das begrünte Hochhaus "Oasia Hotel Downtown". Eine naturnahe Oase, die vor Sonne und Regen schützt.

Im Vergleich zum derzeit höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, das in Dubai steht, sind die Finalisten alle relativ klein.

Alle zwei Jahre wird der Preis von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der Deka-Bank verliehen. Die Auszeichnung richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Von den fünf Finalisten steht keines in Europa.

Die meisten der 2018 nominierten Häuser stehen in China (neun Projekte), knapp gefolgt von Südostasien und Nordamerika (jeweils acht Projekte). Unter den Standorten stachen besonders zwei Städte hervor: Singapur mit fünf und New York mit vier Nominerungen liegen hier vorne. Auffällig ist laut Mitteilung auch, dass zwar nur fünf der nominierten Gebäude in Europa stehen, allerdings die Hälfte der Projekte von europäischen Architekturbüros entworfen wurden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN