Julian Dunkerton Zweites Brexit-Referendum: Superdry-Mitgründer spendet Rekordsumme

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Formierter Widerstand gegen den Brexit: "People's Vote" hat nun einen finanzkräftigen Befürworter. Foto: imago/ZUMA Press/Alex CavendishFormierter Widerstand gegen den Brexit: "People's Vote" hat nun einen finanzkräftigen Befürworter. Foto: imago/ZUMA Press/Alex Cavendish

London. Der britische Modeunternehmer Julian Dunkerton unterstützt die Kampagne für eine zweite Volksbefragung zum Brexit mit einer Millionenspende.

Der Mitgründer der Bekleidungsmarke Superdry, Julian Dunkerton, spendet eine Million Pfund (rund 1,1 Millionen Euro) an die Anti-Brexit-Kampagne "People's Vote" – die bisher größte Einzelspende. Das teilte die Organisation am Sonntag auf Twitter mit.

"Ich will den Menschen die Möglichkeit geben, diesen Brexit zurückzuweisen", erklärte der 53-jährige Unternehmer in einem Gastbeitrag für die "Sunday Times". Es gebe "keine Vision für den Brexit. Die Politiker haben es in den Sand gesetzt."

Mit seinem Geld soll eine groß angelegte Meinungsumfrage finanziert werden, die sich für ein zweites Referendum stark macht. Wenn damit gezeigt werden kann, dass die öffentliche Meinung zum EU-Austritt Großbritanniens umgeschwenkt sei, werde es seinen Landsmännern leichter fallen, eine zweite Volksbefragung zu fordern, so Dunkertons Hoffnung.

Briten in Sorge

Der Multimillionär hatte mit 19 Jahren die weltbekannte Kleidungsmarke Superdry mitbegründet. 2015 gab Dunkerton seinen Chefposten auf, 2018 verließ er das Unternehmen. Sein Vermögen wird auf mehr als 400 Millionen Euro geschätzt.

Nach dem knappen Ausgang des Referendums über den Verbleib in der EU von 2016 gestalten sich die Verhandlungen zwischen London und Brüssel über die Bedingungen des Brexit als schwierig. Viele Briten sorgen sich, dass nicht rechtzeitig bis Oktober ein Austrittsvertrag zustande kommt. Ein ungeordneter Brexit ohne vertragliche Regeln wäre die Folge. Zuletzt mehrten sich die Stimmen im Land, die ein neues Referendum forderten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN