Unter praller Sonne Wie die Berliner Eisbärendame Tonja ihr frisches Eis genießt

Von dpa

Eisbärendame Tonja genoss das bisschen Eis sichtlich. Foto: dpaEisbärendame Tonja genoss das bisschen Eis sichtlich. Foto: dpa

Berlin. Überschüssiges Eis aus der Gastronomie hat der Eisbärendame Tonja im Berliner Tierpark eine angenehme Abkühlung beschert.

Mehrere Mülltonnen voller Eis im Gehege: Unter praller Sonne hat Eisbärendame Tonja im Berliner Tierpark eine Abkühlung genossen. Nach anfänglichem Zögern rollte sie sich am Dienstag durch das Eisbad, das Pfleger für sie vorbereitet hatten. Das überschüssige Eis aus der Gastronomie sei als Beschäftigungsangebot gedacht, sagte ein Tierpark-Sprecher. Auch Eisbomben wurden angesichts der Hitze schon verteilt.


Eisbärin Tonja im Eis. Foto: dpa


Für Tonjas wildlebende Artgenossen in der Arktis rund um den Nordpol gibt es hingegen schlechte Aussichten: Die Weltnaturschutzunion IUCN befürchtet, dass der Bestand von rund 30.000 Tieren in den nächsten 45 Jahren um mindestens 30 Prozent schrumpfen wird. Grund sei vor allem die verstärkte Packeisschmelze, verursacht durch globale Erderwärmung.

Dazu kommen als Gefahren die Meeresverschmutzung, mehr Schifffahrt sowie die Förderung von Öl- und Gasvorkommen. Selbst Tourismus kann Eisbären gefährlich werden. Erst Ende Juli wurde auf Spitzbergen (Norwegen) ein Eisbär erschossen, weil er ein Crew-Mitglied eines Kreuzfahrtschiffes angegriffen hatte. Seit dem Jahr 2006 wird der Eisbär auf der Roten Liste der IUCN als "gefährdet" geführt.


Manche Menschen stecken sprichwörtlich den Kopf in den Sand - Eisbärin Tonja steckt den Kopf liebend gerne ins Eis. Foto: dpa






Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN