Kalifornien Buschfeuer lodert seit drei Wochen – Video zeigt Flammeninferno

Von Lorena Dreusicke

Bei starker Sommerhitze und Trockenheit in Kalifornien geht der Kampf gegen mehr als ein Dutzend Buschfeuer weiter. Foto: dpa/Noah Berger/FR34727 APBei starker Sommerhitze und Trockenheit in Kalifornien geht der Kampf gegen mehr als ein Dutzend Buschfeuer weiter. Foto: dpa/Noah Berger/FR34727 AP

Redding. Die Feuerwehr bekämpft noch immer ein Dutzend Brandherde im Westen der USA. Ein Video zeigt eindrücklich die Gefahr.

Bei andauernder Hitze und trockenem Wetter wüten nach Angaben der Feuerwehr immer noch mehrere größere Brände in Kalifornien. Rund 20.000 Häuser und Wohnungen gelten nicht mehr als sicher, knapp 50.000 Menschen mussten bisher ihr Zuhause verlassen. 

Die Helfer brachten auch Haus- und Wildtiere in Sicherheit. Ein Polizist aus San Francisco habe ein mutterloses Rehkitz aus dem Feuer gerettet und es einer Wildtier-Organisation übergeben, schreibt die SF Highway Patrol in den sozialen Netzwerken.

Bislang sind knapp 42.000 Hektar Land zerstört, das ist etwas mehr als die Fläche von ganz Köln. An die 1000 Wohnhäuser brannten aus. Die Feuerwehren melden zwar erste Fortschritte bei den Löscharbeiten. Einige der Brände sind jedoch erst teilweise eingedämmt.

Im Internet macht ein Video die Runde, das offenbar aus einem Feuerwehrwagen gefilmt wurde und mitten im "Carr Fire" in Redding aufgenommen wurde. Zwei Männer blicken auf Hügel, die in Flammen stehen, der Himmel ist vor lauter Qualm nicht zu sehen und über die Straße fegen Funken. "Hölle auf Erden", "apokalyptisch", lauten einige der Kommentare. 

via Gfycat

Derweil treiben riesige Qualmwolken über die westlichen US-Staaten. Die "Washington Post" twitterte eine Satellitenaufnahme, die die Brandherde in Kalifornien und die gewaltigen Qualmwolken zeigt.

Fatal für die Waldbrandgefahr sind der starke Wind und die außergewöhnlich hohen Temperaturen.

Death Valley so heiß wie nie

Die nationale Wetterstation von Las Vegas hat am Donnerstag nach vorläufigen Daten einen Hitzerekord vermeldet: Mit einer Durchschnittstemperatur von 42,3 Grad Celsius sei der Juli der heißeste Monat gewesen, der je im Death-Valley-Nationalpark gemessen wurde. Normalerweise liegt die Durchschnittstemperatur in dem Gebiet in der Mojave-Wüste unter 40 Grad, wobei Spitzenwerte von mehr als 52 Grad erreicht werden.

Yosemite gesperrt

Das für seine steilen Granitwände und Wasserfälle bekannte Yosemite-Tal lockt jährlich mehr als drei Millionen Besucher an. Seit Ausbruch des Feuers vor rund drei Wochen im angrenzenden Sierra National Forest ist die Region in dichten Rauch gehüllt. Bei Löscharbeiten in dem teils schwer zugänglichen Gelände waren zwei Helfer ums Leben gekommen. Das "Ferguson Fire" lodert noch immer.

Seit dem 17. Juli breitet sich ein Waldbrand nahe dem berühmten Yosemite-Nationalpark aus. Foto: dpa/Marty Bicek/ZUMA Wire

Der Nationalpark bleibt für Besucher noch bis mindestens Sonntag gesperrt. Vor einer Woche hatten alle Besucher das Tal und angrenzende Gebiete räumen müssen.  

(Mit dpa)


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