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Höchstwert in Sachsen-Anhalt Hitzerekord 2018 für Deutschland geknackt: 39,5 Grad

Von dpa


Offenbach. Backofen Deutschland: Der Juli endet mit einem Hitzerekord 2018. Das aktuelle Supersommer-Tief „Juli“ bringt weiterhin subtropische Temperaturen mit sich, aber auch Turbulenzen.

Deutschland hat am Dienstag den bisher heißesten Tag dieses Sommers erlebt. Bereits um 14.00 Uhr waren es in Bernburg in Sachsen-Anhalt 39,2 Grad. Das sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach.

Zwei Stunden später registrierte der Dienst Kachelmannwetter in dem Ort sogar 39,5 Grad.

Bundesweit herrschte Gluthitze, Millionen Menschen suchten Schatten oder Abkühlung. Vor manchen Berliner Schwimmbädern bildeten sich wegen drohender Überlastung lange Warteschlangen. Der Pegelstand in der Elbe ist bei Dresden inzwischen so niedrig, dass er unter der Mess-Skala liegt. In Lehnin in Brandenburg bewässerte die Feuerwehr Straßenbäume. In Bochum versuchte sie, ein Fischsterben abzuwenden.

Der Juli wird als einer der heißesten seit Beginn der Messungen in die deutsche Wettergeschichte eingehen. Bisher hatte der Rekord laut DWD bei 38,0 Grad gelegen, aufgestellt am 26. Juli in Duisburg-Baerl.

Es sei auch nicht auszuschließen, dass am Dienstag bei noch steigender Hitze in Bernburg oder an einer anderen Messstelle in Deutschland sogar der absolute Hitzerekord ins Wanken gerate. Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen. Die Stadt am Main mit etwa 21 000 Einwohnern hält den Rekord als heißeste Stadt Deutschlands.

Der Juli 2018 wird voraussichtlich der fünftwärmste Juli seit Beginn der Messungen - nach 2006, 1994, 1983 und 2010. Außerdem wird er vermutlich nach 2006 der zweitsonnigste seit 1951. Die Sonne schien im Schnitt schon mehr als 300 Stunden, das Soll beträgt 212 Stunden.

Auch im August ist vorerst kein Ende der sommerlicher Hitze in Sicht. Das aktuelle Supersommer-Tief „Juli“ bringt weiter von Süd- und Südwesteuropa heiße subtropische Luft nach Mitteleuropa. Allerdings startet der neue Monat am Mittwoch in einigen Regionen eher turbulent, kündigte der DWD am Dienstag an. Von Südwesten bis nach Nordosten werde ein Gewitterstreifen über Deutschland erwartet. Dabei können örtlich Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten.

Landesweit bringt die Hitze auch auf Feldern, in Wäldern und in Gewässern verstärkt Probleme. So pumpt die freiwillige Feuerwehr in Bochum seit mehreren Tagen Frischwasser in Teiche, damit die Fische nicht durch zu hohe Temperaturen und Sauerstoffmangel eingehen. Ein Fischsterben lasse sich auch durch die Einsätze nicht immer vermeiden, hieß es bei der Bochumer Feuerwehr. In Hamburg ist am Dienstag erneut eine Tonne toter Fisch abgeschöpft worden. Schon am Wochenende holte die Hamburger Umweltbehörde zwischen vier und fünf Tonnen toten Fisch aus den Gewässern der Hansestadt.

Bei den Menschen macht die Hitzewelle laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden. Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser.


Deutschland erlebt einen außergewöhnlichen Sommer. Einige Werte:- 38,0 Grad war der bisher höchste Wert in diesem Jahr. Er wurde am 26. Juli in Duisburg-Baerl (NRW) gemessen. Den bisherigen Hitzerekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 hält allerdings Kitzingen in Bayern. Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) an seiner dortigen Messstation 40,3 Grad.- Der diesjährige Juli wird voraussichtlich der fünftwärmste seit Messbeginn - nach 2006, 1994, 1983 und 2010.- Sogenannte Tropennächte, bei denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, gab es in diesem Frühjahr und Sommer bereits einige. Spitzenreiter ist bisher Ruppertsecken bei Kaiserslautern, wo in der Nacht zum 25. Juli der niedrigste Wert 23,8 Grad betrug.- Bei den Niederschlägen erreichte der Juli nach einer ersten Bilanz des DWD im Bundesdurchschnitt mit rund 40 Litern pro Quadratmeter nur etwa 52 Prozent seines Solls von 78 Litern pro Quadratmeter. Der meiste Niederschlag fiel mit bis zu 150 Litern pro Quadratmeter in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen.- Der Juli wird voraussichtlich nach 2006 der zweitsonnigste seit 1951. Die Sonne schien im Schnitt schon mehr als 300 Stunden, das Soll beträgt 212 Stunden.

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