Hitze-Rekorde in Sicht Heute könnte vielerorts der heißeste Tag des Jahres werden

Von dpa

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Ein Thermometer zeigt in der Innenstadt knapp 35 Grad an. Heute kann es vielerorts noch viel heißer werden. Foto: Patrick Seeger/dpaEin Thermometer zeigt in der Innenstadt knapp 35 Grad an. Heute kann es vielerorts noch viel heißer werden. Foto: Patrick Seeger/dpa

Offenbach . Es bleibt weiter heiß: Am Dienstag sind Temperaturen bis zu 39 Grad sind möglich.

Am Dienstag werden in Deutschland voraussichtlich an vielen Orten Hitzerekorde gebrochen. "Regional wird das sicherlich der heißeste Tag des Jahres", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am frühen Morgen. "In der Mitte und im Osten Deutschlands können es sogar bis zu 39 Grad werden." Damit wäre der 31. Juli der bislang heißeste Tag 2018. Bisher lag der Rekord laut DWD bei 38,0 Grad, aufgestellt am 26. Juli in Duisburg-Baerl.

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Nachts selten unter 20 Grad

Im äußersten Westen und Nordwesten bleibt es hingegen wolkig. Die Temperaturen klettern dort nicht auf Rekordwerte.Die Nacht zum Dienstag blieb nach Auskunft des DWD überwiegend ohne Gewitter und trocken. Nur vereinzelt und oft in höheren Lagen fielen die Temperaturen unter 20 Grad. "Es ist eine Tropennacht", so die Expertin.

Rekord-Juli

Auch der gesamte Juli 2018 spielt in der Rekordliga: Er wird nach Einschätzung des DWD nach 2006, 1994, 1983 und 2010 der fünftwärmste seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen. Im Schnitt lagen die Juli-Temperaturen bei 20,2 Grad. Das waren 3,3 Grad mehr als der Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gleich reihenweise gab es sogenannte Tropennächte. Spitzenreiter war Ruppertsecken bei Kaiserslautern, wo das Thermometer in der Nacht zum 25. Juli nie weniger als 23,8 Grad anzeigte.

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Bei der Sonnenscheindauer liegt der Juli 2018 auf Platz zwei seit Beginn der Aufzeichnungen 1951. Statt durchschnittlicher 212 Stunden schien die Sonne laut DWD diesmal 305 Stunden. Mit rund 40 Litern pro Quadratmeter regnete es im Juli im Bundesdurchschnitt außerdem nur etwa die Hälfte der normalen Menge.

Mit dem Ende des Julis gibt es zumindest kurzfristig die Chance durchzuatmen: Am Mittwoch sinken die Temperaturen zwischen Mecklenburg und der Pfalz auf normales Sommerniveau, also auf Spitzenwerte um 28 Grad, wie der DWD vorhersagt. Im Südosten steigen die Werte allerdings erneut auf bis zu 37 Grad.

Waldbrandgefahr

Eine Folge der Dauerhitze ist die Waldbrandgefahr. In Brandenburg hat sich die Lage unweit des Autobahndreiecks Potsdam normalisiert, nachdem der Wald tagelang gebrannt hatte. Die Feuerwehr hat nach Angaben der zuständigen Kreisverwaltung vom Montag auf dem Gelände in Beelitz-Fichtenwalde noch einmal ausgiebig Löschwasser verspritzt und ist dann am Sonntagabend abgezogen. Die Ursache des Brandes auf rund 50 Hektar, der am Freitag Autobahnsperrungen und massive Staus zur Folge hatte, ist weiter unklar.

Besonders Frauen geht es bei Hitze schlecht

Die Hitzewelle macht laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit Frauen eher zu schaffen als Männern. 54 Prozent der Frauen sagten, ihnen gehe es derzeit schlechter als an normalen Sommertagen. Bei den Männern sprachen 36 Prozent von einem schlechteren Befinden. Insgesamt gaben 45 Prozent der Befragten an, dass es ihnen in diesen Hitzetagen schlechter geht als sonst im Sommer. Keinen Unterschied machen 47 Prozent aus. Sieben Prozent fühlen sich sogar besser. 


Hitze-Rekorde

Die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 liegt laut DWD bei 40,3 Grad. Dieser Wert wurde am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen gemessen. Die Stadt am Main mit etwa 21 000 Einwohnern hält den Rekord als heißeste Stadt Deutschlands. Am Montag wurde dort der deutschlandweit zweithöchste Wert des Tages gemessen: 37 Grad. Der heißeste Ort war zu Beginn der Woche Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 37,4 Grad. 

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