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Temperaturen klettern weiter Sauna-Zone Deutschland: Es wird bis zu 38 Grad heiß

Von dpa


Offenbach. „Der Dauersommer geht weiter“. Und steuert auf neue Rekorde zu.

Vorläufiger Höhepunkt könnte der Freitag sein, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach berichtete: Es kann bis zu 38 Grad heiß werden. Die sogenannten Hundstage - sommerliche Hitzeperioden meist im Zeitraum 23. Juli bis 23. August - haben zweifelsfrei begonnen.

Am Mittwoch werden deutschlandweit Höchsttemperaturen von 30 bis 36 Grad erwartet. Am Donnerstag klettert das Maximum noch ein Grad höher. „Selbst einige Nordseeinseln schaffen ohne Probleme mehr als 30 Grad“, sagte Meteorologe Simon Trippler von der Wettervorhersagezentrale.

Gewitter sind zwar möglich, aber unwahrscheinlich. Am ehesten könnte es über dem Bergland krachen, aber allzu oft werde das nicht passieren, sagte Trippler. „Am kommenden Wochenende deuten sich dann aber teils kräftige Schauer und Gewitter an.“

Dabei dürften die Temperaturen etwas zurückgehen. Aber ein Ende der Hitzeperiode ist dennoch nicht in Sicht. Mit bis zu 31 Grad bleibt es auch am Sonntag noch wohlig warm. „Der „Dauersommer 2018“ geht also weiter“, sagt der Meteorologe.

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Und er steuert auf neue Rekord zu: Bad Nauheim in Hessen war am Montag mit 32,7 Grad bundesweit der wärmste Ort. Dahinter folgte Lingen in Niedersachsen mit 32,5 Grad. Die Stadt im Emsland könnte Anwärter für einen neuen Jahres-Hitzerekord sein: Dort wurde am 29. Mai mit 34,2 Grad die bisher höchste Temperatur 2018 erreicht.


In Niedersachsen wachsen auch Nektarinen

Steigende Temperaturen und moderne Anbaumethoden machen es möglich: Niedersachsens Obstbauern ernten zurzeit nicht nur Kirschen, sondern auch Aprikosen. Selbst Pfirsiche und Nektarinen wachsen im Alten Land, dem größten zusammenhängenden Obstbaugebiet Europas. In den vergangenen drei Jahrzehnten sei die Durchschnittstemperatur in der Region um fast zwei Grad gestiegen, sagte Matthias Görgens vom Obstbauzentrum in Jork. „Daher können wir heute andere Arten anbauen.“ Zwar handele es sich bei den Pfirsichbäumen im Alten Land noch um eine Anzahl im niedrigen vierstelligen Bereich. „Aber das können sicherlich mehr werden.“

Laut der Baumobsterhebung 2017 gibt es in Niedersachsen 28 Betriebe, die Aprikosen oder Pfirsiche anbauen. Im Vergleich zu den Äpfeln sind die Südfrüchte echte Exoten: 522 landwirtschaftliche Betriebe bauen Äpfel an. Doch auch Apfelbauern werden sich auf Dauer umstellen müssen. Denn nicht allen Arten bekommt das veränderte Klima: Die Sorten Boskop und Holsteiner Cox zum Beispiel leiden bei Hitze sehr.

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