Rund 16.500 Personen Zahl der Reichsbürger gestiegen

Von epd

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Die Zahl der sogenannten Reichsbürger ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Foto: dpaDie Zahl der sogenannten Reichsbürger ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Foto: dpa

Berlin. Die Zahl der sogenannten Reichsbürger ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Wie die „Bild-"-Zeitung (Dienstag) unter Berufung auf den aktuellen Verfassungsschutzbericht berichtet, wurden im vergangenen Jahr rund 16.500 Menschen der „Reichsbürger"-Szene zugerechnet.

2016 waren es noch 10.000 Männer und Frauen, wie aus den Angaben hervorgeht, die auch dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegen.

 Der Verfassungsschutz erklärt den Anstieg vor allem mit der stärkeren Beobachtung der Gruppe. Die Szene der „Reichsbürger" und „Selbstverwalter" weist laut Verfassungsschutz eine „hohe Affinität zu Waffen" auf.

Existenz der Regierung geleugnet

Die „Reichsbürger" leugnen die Existenzder Bundesregierung und erkennen vielfach Behörden und deren Entscheidungen nicht an. Sie behaupten, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. „Selbstverwalter" nehmen für sich in Anspruch, aus der Bundesrepublik austreten zu können und reklamieren für sich rechtliche Autonomie. Die Grenze zwischen „Reichsbürgern" und „Selbstverwaltern" ist fließend.

Verfassungsschutzbericht wird vorgestellt

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen stellen den Verfassungsschutzbericht des Bundes am Nachmittag in Berlin vor. Der Rückblick des Inlandsgeheimdienstes auf das vergangene Jahr gibt Auskunft über Gewalttaten und Personenpotenzial von rechtsextremer, linksextremer und islamistischer Szene in Deutschland. 


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