Noch 27 Feuer im Land Zahl der Waldbrände in Schweden zurückgegangen

Von dpa

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Ein Hubschrauber bekämpft einen Waldbrand bei Grotingen. Die Waldbrände wüten über ganz Schweden verteilt. Foto: dpa/Robert Henriksson/TT NEWS AGENCYEin Hubschrauber bekämpft einen Waldbrand bei Grotingen. Die Waldbrände wüten über ganz Schweden verteilt. Foto: dpa/Robert Henriksson/TT NEWS AGENCY

Stockholm. Die Zahl der Waldbrände in Schweden ist deutlich zurückgegangen – die vier größten wenige Hundert Kilometer nördlich von Stockholm wüten allerdings weiter.

Am Montagmorgen meldete die Notrufzentrale noch 27 Feuer im ganzen Land. In der vergangenen Woche waren es teils mehr als 70. Erfahrungsgemäß brechen tagsüber allerdings neue Brände aus, wenn die Temperaturen wieder steigen und Wind aufkommt.

Löschen konnte die Feuerwehr vor allem kleine Brände. Die vier großen Brände sind außer Kontrolle, die Rettungskräfte arbeiten nur noch daran, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Dafür schlagen sie beispielsweise Schneisen oder brennen Felder kontrolliert ab, so dass das Feuer dort keine Nahrung mehr findet.

Am Vormittag sollten in Dalarna in Mittelschweden auch 50 bis 60 deutsche Feuerwehrleute eintreffen. Sie kämen mit elf Löschfahrzeugen, sagte ein Feuerwehr-Sprecher dem schwedischen Rundfunk. Im Einsatz sind auch fünf deutsche Helikopter samt Besatzung.

Die Löscharbeiten sind nicht ungefährlich. Am Sonntagabend mussten vier Feuerwehrleute per Helikopter gerettet werden, weil sie von einem plötzlich wachsenden Feuer eingeschlossen wurden.


Deutsche Feuerwehrleute wegen Gefahr umgeleitet

Die 52 Feuerwehrleute aus Nienburg sind auf dem Weg zu ihrem Einsatz gegen die verheerenden Waldbrände in Schweden wegen akuter Gefahr umgeleitet worden. Zunächst sollte der Einsatzort Älvdalen sein. Dort hat sich die Waldbrand-Lage nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums in der Zwischenzeit aber so verschärft, dass die Einsatzkräfte aus dem Gebiet in Sicherheit gebracht wurden. Die Feuerwehrleute aus Nienburg sind in das von Älvdalen etwa 80 Kilometer entfernte Särna – auch in der Region Dalarna – umgeleitet worden. Dort kamen sie am Montagmorgen an. „Die Feuerwehrleute sind knapp 36 Stunden unterwegs gewesen und müssen sich erstmal kurz ausruhen, bevor es losgeht", sagte eine Innenministeriumssprecherin.

Die freiwillige Feuerwehrtruppe soll in der am stärksten betroffenen Region Dalarna gegen die Waldbrände kämpfen. Schweden hatte die Bundesrepublik um Hilfe gebeten, um die verheerenden Feuer in den Griff zu bekommen. Im Laufe des Montags soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. Die Brandbekämpfer aus Niedersachsen sind zunächst für eine Woche für den Einsatz angefordert worden. Am Samstagabend hatten sie sich mit ihren Löschfahrzeugen auf den Weg in den Norden gemacht.

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