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„Riesengroßes Trümmerfeld“ Tote bei Karambolage auf A81

Von dpa


Heilbronn. Die Polizei spricht von einem „riesengroßen Trümmerfeld“: Mindestens zehn Autos rasen auf der Autobahn ineinander. Vier Menschen sterben.

Bei einer Karambolage mit zehn beteiligten Autos sind auf der A81 nahe Heilbronn vier Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden schwerstverletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Den Helfern bot sich ein schlimmes Bild: Zehn Fahrzeuge, darunter drei Kleinbusse, waren auf der Autobahn zwischen Ahorn und Boxberg ineinander gekracht.

Ein Polizeisprecher sprach am Unfallort von einem „riesengroßen Trümmerfeld“ und einem „sehr komplexen Unfallgeschehen“. Zur Ursache des Unglücks und dem Hergang konnte er zunächst keine Angaben machen. Untersucht wurde auch, ob starker Regen zu der Karambolage geführt haben könnte. Sicher war zunächst nur, dass die Fahrbahn zur Zeit des Unfalls nass war. Unklar war zunächst, ob es weitere weniger schwer Verletzte gab. Mehrere Betroffene wurden am Ort betreut.

Auch Stunden nach dem Unfall war die A81 in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt. Die Polizei leitete die wartenden Autos ab - alle die im Stau standen, durften wenden und entgegen der Fahrtrichtung zur nächsten Abfahrt fahren. Die Bergungsarbeiten könnten sich noch bis in den späten Abend ziehen. Auch eine Leiche lag mehrere Stunden nach dem Unglück noch auf der Straße. Die Ermittler versuchten herauszufinden, ob der Tote in einem der Autos gesessen hatte oder womöglich ausgestiegen war und dann erfasst wurde.

Die Polizei war gegen 16 Uhr zum Unfallort gerufen worden, insgesamt waren demzufolge rund 100 Kräfte von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Neben zahlreichen Kranken- und Rettungswagen waren drei Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber am Ort. Probleme mit Gaffern auf der Gegenseite der Autobahn gab es nach ersten Erkenntnissen nicht - auf dem Grünstreifen in der Mitte stehen hohe Büsche, die Unfallstelle war von der Gegenseite nicht zu sehen.

Die Schwerstverletzten wurden mit Hubschraubern in verschiedene Krankenhäuser geflogen, unter anderem nach Mannheim und Würzburg. Am Unfallort waren auch ein Sachverständiger und mehrere Notfallseelsorger im Einsatz.


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