Aus Langeweile Männer sollen Pflastersteine und Paletten auf Autos geworfen haben

Von dpa

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Die Polizei war den mutmaßlichen Tätern unter anderem mit Videoaufzeichnungen von Kameras auf die Schliche gekommen. Foto: Silas Stein/dpaDie Polizei war den mutmaßlichen Tätern unter anderem mit Videoaufzeichnungen von Kameras auf die Schliche gekommen. Foto: Silas Stein/dpa

Nürnberg. Aus Langeweile sollen zwei junge Männer mehrere Menschen auf Autobahnen in Lebensgefahr gebracht haben.

Zwei junge Männer im Alter von 16 und 19 Jahren sollen zahlreiche große Steine und Holzpaletten auf fahrende Autos, Lastwagen und einen Zug im Raum Erlangen (Bayern) geworfen haben. Gegen die Verdächtigen wurde Haftbefehl werden versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen sowie wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßen- und Bahnverkehr.

Ein Motiv für die Taten in der Nacht zum 9. Mai an den Autobahnen 3 und 73 sowie am Bahnhof Eltersdorf seien wohl eine "gewisse Langeweile" und ein "Kick" gewesen, den die jungen Männer gesucht hätten, sagte Kriminaloberrat Heinz Hanisch am Dienstag in Nürnberg. An vier Tatorten sollen die Verdächtigen 20 mal 20 Zentimeter große Pflastersteine und Paletten von Brücken auf fünf Lastwagen, vier Pkw sowie eine Regionalbahn geworfen haben.

"Er hat nur durch großes Glück überlebt"

Zwei Steine durchschlugen die Windschutzscheiben von Fahrzeugen. Dabei wurde der 24 Jahre alte Beifahrer in einem Laster verletzt. "Wenige Zentimeter weiter, und der Beifahrer wäre tot gewesen. Er hat nur durch großes Glück überlebt", sagte Polizeipräsident Roman Fertinger. Die Verdächtigen aus dem Landkreis Erlangen-Höchststadt haben die Taten zugegeben. 

Die 28-köpfige Ermittlungsgruppe war den zunächst unbekannten Tätern unter anderem mit Videoaufzeichnungen von Kameras in der Nähe der Tatorte sowie mit Befragungen auf die Schliche gekommen. Die jungen Männer sollen auch für Einbrüche in Gartenhäuser sowie für eine Brandstiftung in einer ehemaligen Düngemittelfabrik verantwortlich sein. 

Für den 16-Jährigen kommt nach Jugendstrafrecht eine Höchststrafe von zehn Jahren in Betracht. Bei dem Älteren muss noch geklärt werden, ob für ihn Jugend- oder Erwachsenenrecht gilt.


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