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„In allerletzter Sekunde“ Vater und Söhne aus Nordsee gerettet

Von dpa

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Spaziergänger an der Nordsee. Ein Vater und seine zwei Söhne konnten vor dem Ertrinken gerettet werden. Foto: Mohssen AssanimoghaddamSpaziergänger an der Nordsee. Ein Vater und seine zwei Söhne konnten vor dem Ertrinken gerettet werden. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Butjadingen. Beim Spaziergang im Watt werden ein Vater und seine beiden Söhne von der Flut überrascht. Als die Nacht hereinbricht, hört ein junger Mann am Ufer die Hilferufe und alarmiert die Polizei - im allerletzten Moment.

Ein Vater und seine beiden Söhne sind mitten in der Nacht vor dem Ertrinken aus der Nordsee gerettet worden. Sie seien Wattwandern gewesen und vermutlich von der Flut überrascht worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei am Samstag.

„Die Rettung war in allerletzter Sekunde“, berichteten die Seenotretter. Um kurz vor 23 Uhr habe ein junger Mann am Freitag Hilferufe aus dem Watt gehört und die Polizei alarmiert, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Die Seenotretter rückten nahe der niedersächsischen Gemeinde Butjadingen mit einem Boot und einem Hubschrauber aus.

Kurz darauf entdeckten sie im Licht des Suchscheinwerfers einen 39-jährigen Vater, der bis zum Hals in der Flutströmung stand. Seine beiden 9 und 15 Jahre alten Söhne hielt er auf den Armen. Weil das Watt schon von der Flut überspült gewesen sei, habe der Hubschrauber nicht landen können. Vom Boot aus zogen die Einsatzkräfte den Vater und die zwei Kinder aus dem Wasser.

Wären die Retter nur ein Paar Minuten später angekommen, wären die drei vermutlich ertrunken, sagte eine Sprecherin der DGzRS am Samstag. „Im Flutstrom hätte der Mann sich keine fünf Minuten länger halten können“, so die Seenotretter. Sanitäter versorgten die Geretteten.

Ob es sich bei dem Vater und seinen Söhnen um Touristen handelte, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Die Nordsee hatte während des Unglücks zwischen 20 und 21 Grad. Die Strömung der Flut sei die eigentliche Gefahr gewesen, so die DGzRS-Sprecherin.


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