Gelbe Farbe an der Siegessäule Greenpeace-Aktion verunreinigt womöglich Spree – Polizei ermittelt

Von dpa und Lorena Dreusicke

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Es sollte eine Sonne als Zeichen für den Kohleausstieg sein: Greenpeace-Aktivisten haben tausende Liter Farbe auf die Straße um die Siegessäule geschüttet. Das hat nun ein Nachspiel. Foto: dpa/Greenpeace GermanyEs sollte eine Sonne als Zeichen für den Kohleausstieg sein: Greenpeace-Aktivisten haben tausende Liter Farbe auf die Straße um die Siegessäule geschüttet. Das hat nun ein Nachspiel. Foto: dpa/Greenpeace Germany

Berlin. Die Aktion der Umweltschützer hat Folgen: Die Stadtreinigung verlangt eine Entschädigung und die Polizei ermittelt.

Auf die Umweltschutzorganisation Greenpeace kommt nach dem gelben Einfärben des Kreisverkehrs um die Berliner Siegessäule eine dicke Rechnung zu. Das ergibt sich aus dem Aufwand, den die Berliner Stadtreinigung BSR am Dienstag zur Beseitigung der Farbe hatte. Zwar stehe die genaue Höhe der Reinigungskosten noch nicht fest, sagte BSR-Sprecher Sebastian Harnisch am Mittwoch. Klar sei aber: "Wir werden die Kosten dem Verursacher in Rechnung stellen."

Zudem hat die Berliner Polizei auf Twitter berichtet, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet zu haben. Der Grund: Gelangt die Farbe in die Gullys, landet das Schmutzwasser in der Spree. Die Polizei ermittele nun wegen möglicher Gewässerverunreinigung.



Die Greenpeace-Aktivisten hatten auf dem mehrspurigen Kreisverkehr mit fünf Ausfahrten 3500 Liter gelbe Farbe verteilt. Nach Angaben von Greenpeace soll es sich um abwaschbare, ökologisch unbedenkliche Farbe handeln. 

Was das Ganze sollte? Aus der Luft sollte so das Bild einer Sonne zu sehen sein – als "strahlendes Symbol für die Energiewende". Grund für die Protestaktion war das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung am Dienstag.


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