Razzien auch in Niedersachsen Polizei verhaftet sechs mutmaßliche G20-Randalierer

Von dpa

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Polizisten vor einem während des G20-Gipfels geplünderten Supermarkt im Hamburger Schanzenviertel. Foto: Daniel Bockwoldt/dpaPolizisten vor einem während des G20-Gipfels geplünderten Supermarkt im Hamburger Schanzenviertel. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Köln. Es gab 13 Durchsuchungen und sechs Verhaftungen – vier davon stuft die Polizei als "herausragend" ein.

Die Polizei hat im Zusammenhang mit den G20-Krawallen in Hamburg in mehreren Bundesländern insgesamt 13 Objekte durchsucht und sechs Tatverdächtige verhaftet. Dabei wurden erstmals auch wegen der schweren Ausschreitungen auf der Elbchaussee zu Beginn des G20-Gipfels Anfang Juli 2017 vier junge Männer festgesetzt, wie die Polizei mitteilte.

In Frankfurt und Offenbach wurden am Mittwoch zwei junge Männer und zwei Jugendliche verhaftet, die an den schweren Krawallen am Morgen des 7. Juli 2017 beteiligt gewesen sein sollen. Laut Soko "Schwarzer Block" wurden insgesamt 13 Objekte durchsucht. 

In Köln wurde eine junge Frau (19) verhaftet, die sich an den Plünderungen in einem Supermarkt im Schanzenviertel beteiligt haben soll. Weitere Durchsuchungen gab es in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. 

Als herausragend bewertete die Polizei die Durchsuchungen bei vier jungen Männern in Frankfurt (24) und Offenbach (17, 18, 21). Gegen sie werde wegen einer Beteiligung an den Straftaten in Hamburg-Altona und der Elbchaussee in den frühen Morgenstunden des 7. Juli 2017 ermittelt. 

In der Elbchaussee hatte sich damals ein "Schwarzer Block" gebildet, der in einer geschlossenen Formation zur Neuen Großen Bergstraße gezogen war. Unterwegs hatten die etwa 220 Demonstranten laut Polizei Scheiben von zahlreichen Gebäuden mit Steinen beschädigt, Fassaden besprüht und Brandsätze gezündet. 19 Fahrzeuge seien angezündet worden, weitere wurden beschädigt. Das Gebäude eines schwedischen Möbelhauses wurde laut Polizei mit mindestens vier Molotowcocktails beworfen. 


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