Aufregung um Keilschwanz-Regenpfeifer Vogelnest legt kanadisches Musikfestival lahm

Von Viktoria Meinholz

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Kleiner Vogel, große Wirkung: Ein solcher Keilschwanz-Regenpfeifer sorgte in Kanada für Aufregung. Foto: Imago/BlickwinkelKleiner Vogel, große Wirkung: Ein solcher Keilschwanz-Regenpfeifer sorgte in Kanada für Aufregung. Foto: Imago/Blickwinkel

Ottawa. Jeden Juli pilgern kanadische Musikfans nach Otttawa. Doch in diesem Jahr hat sich ihnen ein kleiner Vogel in den Weg gestellt. Ein Vogel mit Rechten.

Die Foo Fighters sollen auftreten. Genauso wie Shawn Mendes und die Dave Matthews Band. Das Line-up des Kanadischen Musikfestivals Bluesfest in Ottawa – eine der größten Musikveranstaltungen des Landes – lockt  viele Zuschauer an. Bereits am 5. Juli soll das Festival beginnen. Nur, ob das wirklich passieren wird, stand lange auf der Kippe. Und zwar wegen eines kleinen Vogels.

Genauer gesagt, eines Keilschwanz-Regenpfeifers. Und noch genauer: wegen einer Keilschwanz-Regenpfeifer-Dame und der von ihr gelegten Eier. Während des Aufbaus einer der Bühnen, wurde ein Nest mit vier Eiern entdeckt. Die Aufbauarbeiten mussten sofort gestoppt werden, der Bereich rund um den brütenden Vogel wurde abgesperrt und von einem Wachmann beschützt – um den Vogel vor militanten Foo-Fighters-Fans zu schützen, die sich schon seit Monaten auf den Auftritt ihrer Lieblingsband freuen. Erst wenn eine offizielle Erlaubnis des zuständigen Amtes vorliegt, darf in Kanada das Nest eines Keilschwanz-Regenpfeifers bewegt werden, wie CNN berichtet.

Alles wartet auf ihn: Den Keilschwanz-Regenpfeifer

300.000 Menschen werden in diesem Jahr bei der Veranstaltung erwartet. Sie alle blickten voller Erwartung auf den kleinen Vogel und seinen Nachwuchs. Ist dieser erst einmal geschlüpft, kann er das Nest zwar recht schnell verlassen. Doch nicht schnell genug, damit am 5.Juli das Festival starten könnte. "Das ist eines der größten Probleme, vor dem wir jemals standen", sagte Organisator Mark Monahan gegenüber CNN. 

Doch die Geschichte hat ein Happy End – und zwar für Mensch und Vogel. Die Veranstalter fanden einen geeigneten Brutplatz und erhielten die Genehmigung, den Vogel und sein Nest zu verlegen. Aufatmen in Kanada.



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