Serie "Plastikmüll - was tun?" Was Sie über Plastik noch nicht wussten

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Strandgut in Thailand. Foto: dpaStrandgut in Thailand. Foto: dpa

Osnabrück. Es ist ein erschreckendes, aber leider nicht unrealistisches Szenario: Die Welt erstickt langsam aber sicher im Plastikmüll. Vor allem in den Meeren sammeln sich gigantische Mengen an. Bis zu 13 Millionen Tonnen sollen es weltweit sein – Jahr für Jahr. Zum Auftakt unserer Serie "Plastikmüll - was tun?" haben wir einige bekannte und weniger bekannte Fakten zum Thema zusammengetragen.

Es ist höchste Zeit, dass die Menschen ihr Konsumverhalten verändern, fordern Experten wie Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamtes, die wir für unsere neue Serie „Plastikmüll – was tun?“ interviewt haben. Weitere geplante Themen sind unter anderem: Wo und wie kann man Plastik vermeiden? Wie sinnvoll oder sinnlos ist eine Plastiksteuer? Und: Das Comeback des Strohhalms.

Zur Einstimmung aber erstmal einige Zahlen zum Thema, die den einen oder anderen überraschen dürften:


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29 Plastiktüten verbrauchten die Deutschen im vergangenen Jahr pro Kopf. Insgesamt kamen sie so auf 2,4 Milliarden Tüten. Die Zahl hat sich seit 2015 fast halbiert: damals waren es noch 5,6 Milliarden Tüten. 


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Rund 3 Millionen Tonnen Verpackungsmüll aus Kunststoff fallen jedes Jahr in Deutschland an. Pro Kopf sind es allein bei privaten Endverbrauchern 25 Kilogramm - mehr als doppelt so viel wie im Jahr 1991. 


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Rund 50 Prozent des anfallenden Verpackungsmülls aus Plastik landet in Müllverbrennungsanlagen wie dieser hier in Hannover.


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Die andere Hälfte wird "stofflich recycelt". So werden beispielsweise PET-Flaschen zu Schnipseln gehäckselt, aus denen später etwa Fasern für Textilien gemacht werden. 


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Bis zu 20 Mal können Plastikflaschen aus Kunststoff wiederbefüllt werden. Glasflaschen lassen sich bis zu 50 Mal wiederverwenden. 


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Mehrwegflaschen aus Plastik kosten die Abfüller rund 12 bis 15 Cent. 


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Bis zu 450 Jahre kann es dauern, bis sich eine Plastikflasche zersetzt hat. 


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Die Kunststoffindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Rund 50.000 Menschen in Deutschland sind allein in der Herstellung tätig. Sie produzierten 2016 rund 19,2 Millionen Tonnen Kunststoffe.


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Rund 4 bis 6 Prozent des Öl- und Gasverbrauchs in Europa entfallen auf die Kunststoffproduktion. 


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