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Getötetes Mädchen in Barsinghausen Haftbefehl gegen Verdächtigen nach Tod von 16-Jähriger erlassen

Von dpa

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Rund um den Fundort in der Nähe der Adolf-Grimme-Grundschule sicherten Beamten die Spuren. Foto: dpa/Peter SteffenRund um den Fundort in der Nähe der Adolf-Grimme-Grundschule sicherten Beamten die Spuren. Foto: dpa/Peter Steffen

Barsinghausen. Eine 16-Jährige wird in Barsinghausen bei Hannover umgebracht. Jetzt haben die Beamten einen Tatverdächtigen verhört.

Der Verdächtige im Fall der getöteten 16-Jährigen aus Barsinghausen soll die Jugendliche erst in der Tatnacht kennengelernt haben. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand war es eine Zufallsbekanntschaft", sagte Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer am Dienstag. Die Ermittler haben Haftbefehl erwirkt.  „Nach intensiver Prüfung durch Ermittler der heute eingerichteten Mordkommission „Anna" hat sich der Tatverdacht gegen den Mann erhärtet", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Hannover am Dienstag mit. Der Mann hat die Tat bislang nicht gestanden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. 

Am Montagmittag fassten die Ermittler den 24 Jahre alten Verdächtigen, der ebenfalls in Barsinghausen wohnt. Er wurde seitdem mehrfach vernommen. Zeugenhinweise und weitergehende Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur des 24-Jährigen gebracht. Laut Polizei hat er die deutsche und die dominikanische Staatsangehörigkeit.

Nach einer Obduktion haben sich keine Hinweise auf ein Sexualdelikt ergeben, todesursächlich war massive Gewalt gegen den Kopf der Jugendlichen", hieß es in der Mitteilung. Zu den Hintergründen der Tat machte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft für den Verdächtigen Deutsch-Dominikaner an. Zeugen hatten der Polizei Hinweise auf den Mann gegeben.

Eine Kleinstadt in Angst

An der Grundschule wurden auch am Dienstag Blumen und Stofftiere abgelegt. Teenager zündeten Kerzen an, auch ein Foto und ein kleines Büchlein erinnerten an das getötete Mädchen. Nach Medienberichten hatte es zuletzt bei seiner Patentante gewohnt, nur wenige Meter entfernt von der Grundschule.

Im gleichen Wohngebiet war im April die Leiche einer 55-Jährigen gefunden werden. Die tote Frau lag in einem Graben. Damals gab es laut Staatsanwaltschaft Hannover Hinweise auf ein Sexualdelikt. Die Ermittler prüfen jetzt auch, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten gibt. Viele Bewohner der 30.000-Einwohner-Stadt sind beunruhigt, manche Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr allein auf die Straße.

Die Mordkommission hält sich mit Einzelheiten zurück. So teilte sie nicht mit, ob sie davon ausgeht, dass der Fundort des Mädchens auch der Tatort ist. "Zur Auffindesituation sagen wir nichts", betonte die Sprecherin. Nach Medienberichten lag das tote Mädchen blutüberströmt auf einem Grünstreifen.


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