Tränen bei Pressekonferenz Junge rührt Sarah Sanders mit Frage zu Waffengewalt in den USA

Von dpa

Stets tough, diesmal emotional: Sarah Huckabee Sanders, Pressesekretärin des Weißen Hauses, reagierte ergriffen auf die Frage eines Jungen während des täglichen Presse-Briefings (Bild von Anfang Mai). Foto: dpaStets tough, diesmal emotional: Sarah Huckabee Sanders, Pressesekretärin des Weißen Hauses, reagierte ergriffen auf die Frage eines Jungen während des täglichen Presse-Briefings (Bild von Anfang Mai). Foto: dpa

Washington . Ein kleiner Junge hat die sonst sehr toughe Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, mit einer emotionalen Frage zu Waffengewalt in Schulen gerührt.

Während des Pressebriefings im Weißen Haus berichtete der Kleine am Mittwoch von seiner Sorge, dass er oder seine Freunde Opfer eines Schulmassakers werden könnten. Er fragte Sanders, was die Regierung von Präsident Donald Trump tue, um solche sinnlosen Tragödien zu verhindern.

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Sanders reagierte sichtlich bewegt. "Ich denke, als Kind - und sicherlich als Elternteil - gibt es nichts, das für ein Kind schrecklicher sein könnte, als zur Schule zu gehen und sich nicht sicher zu fühlen", erklärte die 35-Jährige. "Es tut mir leid, dass Du Dich so fühlst." Während sie das sagte, hatte sie immer wieder ein Zittern in der Stimme. Sanders hat selbst drei Kinder.

Die Regierung nehme das Thema ernst, versicherte sie. In dieser Woche werde sich die Schulsicherheitskommission, die Trump einberufen hatte, treffen, fügte sie hinzu.

Festhalten am Verfassungszusatz

Nach den jüngsten Schulmassakern in Florida und Texas war die Diskussion um die Waffengesetze in den USA neu aufgeflammt. Trump hatte nach dem Blutbad in Parkland mit 17 Toten eine Verschärfung in Aussicht gestellt, war aber später wieder davon abgerückt.

Ungeachtet der massiven landesweiten Proteste von Schülern sicherte der Republikaner der mächtigen Waffenlobby zu, sich für ihre Belange einzusetzen und den zweiten Verfassungszusatz zu schützen. Dieser verankert nach konservativer Lesart das Recht auf Selbstverteidigung - und damit auf Waffenbesitz.