Tumulte in Essen Autofahrer rast in Haltestelle – Schaulustige werden aggressiv

Von Christopher Chirvi

Bei der Festnahme halfen weitere Einsatzkräfte, den aggressiven Mann zu bändigen. Foto: dpaBei der Festnahme halfen weitere Einsatzkräfte, den aggressiven Mann zu bändigen. Foto: dpa

Essen. Als die Polizei eintraf, heizte sich die Stimmung auf. Der Unfallverursacher versuchte die Beamten zu bespucken.

In der Nacht zu Mittwoch ist es im Essener Nordviertel zu Tumulten zwischen Passanten und der Polizei gekommen. Zuvor war ein 37-Jähriger mit seinem Wagen in eine Bushaltestelle gefahren. Augenzeugen verständigten sofort die Polizei - doch als die Einsatzkräfte eintrafen, entwickelte sich eine "deutlich aggressive Stimmung" zwischen Zeugen, Schaulustigen und  Polizisten - so dass der Unfallverursacher zunächst fliehen konnte. 

Wie die Polizei berichtet, hatten Besucher eines Cafés auf der gegenüberliegenden Straßenseite den Notruf gewählt, nachdem sie gesehen hatten, wie der Mann mit seinem VW Lupo in die gläserne Wand der Haltestelle "Am Freistein" gefahren war. Gegen 0.20 Uhr trafen die Einsatzkräfte ein und versuchten zunächst, die Augenzeugen von den Schaulustigen aus den etwa 20 Anwesenden zu trennen. 

Unfallverursacher versuchte Polizisten zu bespucken

"Nicht jeder war mit der Selektierung einverstanden, sodass der Unmut größer und die Stimmung deutlich aggressiver wurde", berichtet die Polizei. Der Unfallverursacher jedoch nutzte die Unruhe und rannte weg. 

Die Polizeibeamten verfolgten ihn und konnten ihn kurz darauf stoppen, wobei er sich auf "höchst aggressive" Weise gegen seine Festnahme wehrte. Auch auf dem Weg zur Wache habe er die Beamten noch "auf übelste Weise" beleidigt und versucht zu bespucken. 

Drogen, fremde EC-Karten und Tabletten dabei

Bei einer anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass er wegen zweier Haftbefehle gesucht wurde. Zudem hatte er Drogen, fremde EC-Karten sowie diverse unbekannte Tabletten dabei und gab an, keinen Führerschein zu haben. 

Inzwischen sitzt der 37-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen, die Ermittlungen dauern an. 


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