Dunkler Riesenzackenbarsch Seltener Riesenfisch schwimmt 3000 Kilometer nach Neuseeland

Von Christopher Chirvi

Der Riesenzackenbarsch ist der größte in Korallenriffen lebende Knochenfisch. Foto: imago/HohlfeldDer Riesenzackenbarsch ist der größte in Korallenriffen lebende Knochenfisch. Foto: imago/Hohlfeld

Bay of Islands. Ein Rekordsommer in Neuseeland hat für mehrere ungewöhnliche Entwicklungen im Tierreich gesorgt - im Meer und an Land.

Er wird bis zu drei Meter lang und bis zu mehr als 500 Kilogramm schwer - der Dunkle Riesenzackenbarsch ist der größte in Korallenriffen lebende Knochenfisch der Welt. Vor der Küste Australiens schwimmt der dort als "Giant grouper" oder "Queensland groper" bezeichnete Fisch eigentlich hauptsächlich in den indopazifischen Regionen, die vor allem die nördlichen Teile des Kontinents umfassen. Jetzt aber wurde der seltene "Queensland groper" auch vor der Küste Neuseelands beobachtet - in Rund 3000 Kilometern Entfernung. 

Wie der Guardian berichtet, könnte der Rekordsommer und die damit verbundenen warmen Wassertemperaturen dafür gesorgt haben, dass der Fisch von Queensland einmal quer durch den Tasmansee geschwommen ist, wo er laut Bericht von einem Seefahrer in der Nähe eines Schiffswracks gesehen wurde. 

Dieses Video zeigt einen "Queensland Groper", der vor der australischen Küste gefilmt wurde:




Neuseeland hat dieses Jahr einen Sommer mit Rekordtemperaturen erlebt, dessen Hitzewellen stellenweise auch für Wassertemperaturen gesorgt hat, die bis zu vier Grad höher als sonst waren. Laut dem National Institute of Water and Atmospheric lag die Durchschnittstemperatur im Januar bei 20,3 Grad Celsius - mehr als drei Grad höher als normal. 

Craig Johnston, Betreiber eines Geschäfts für Tauchzubehör im Nordosten der Nordinsel, habe den "Queensland groper" gesehen, heißt es. Er habe in den vergangenen 20 Jahren keinen solchen Sommer erlebt: "Es ist ziemlich unglaublich”, sagte er gegenüber dem Guardian.


Ein Riesenzackenbarsch - hier im Tropenaquarium des Hamburger Tierparks Hagenbeck - kann bis zu vier Meter lang werden. Foto: dpa


Grundsätzlich ist das Wasser Neuseelands zu kalt für den "Queensland groper". Dieser Sommer habe aber für mehrerer ungewöhnliche Entwicklungen in der Tierwelt gesorgt. Laut dem Guardian habe sich unter anderem die Population von Ratten verzehnfacht


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