#WorldCupOfPeace Fußball-Video berührt mit Wunsch nach Frieden in Syrien

Von Christopher Chirvi

Zuerst ist ein Fußballkünstler in Brasilien zu sehen... Foto: dpaZuerst ist ein Fußballkünstler in Brasilien zu sehen... Foto: dpa

Hamburg. Ein Video von "We Exist!", einem Zusammenschluss von mehreren Menschenrechtsorganisationen, bewegt die Internetnutzer.

Zuerst sieht man einen jungen Mann, wie er am Strand von Rio de Janeiro einen Fußball über dem Kopf balanciert. Im Hintergrund funkelt der Atlantik, daneben ist der Zuckerhut zu sehen. Der Sportler lässt das Leder über die Schultern rollen und spielt zu einer Kollegin ab, die vor der Londoner Tower-Bridge weiter mit dem Ball jongliert.


...danach wird zu einer Fußballerin nach London geschnitten... Foto: dpa


Nach weiteren Schnitten und symbolischen Abspielen zu Ballkünsltern in anderen Ländern schließlich landet der Ball in einem menschenleeren Ort im zerbombten Syrien - wo er nur noch in die Reste eines zertrümmerten Hauses rollt.

"Seit der vergangenen Weltmeisterschaft sind 300.000 Syrer getötet worden", steht dann in großen Buchstaben im Video - "12 Millionen Syrer mussten ihre Häuser verlassen."


...bis das Spielgerät am Ende des Videos schließlich im zerbombten Syrien landet. Foto: dpa


"Der Countdown zur Weltmeisterschaft in Russland hat begonnen", heißt es in der Beschreibung des Videos, das "We Exist!", ein Zusammenschluss von mehreren Menschenrechtsorganisationen, unter dem Hashtag #WorldCupOfPeace bei Facebook veröffentlicht hat. "Für einige ist es das ultimative Ziel, einen Pokal in die Höhe zu strecken. Syrer aber träumen von einem größeren Preis. Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden!"

Das Video soll vor dem Beginn des Turniers vor allem eines: Aufrütteln und Aufmerksamkeit für die verheerende Situation im Kriegsgebiet schaffen. Laut dem Syrischen Netzwerk für Menschenrechte sind allein im vergangenen April 408 Zivilisten in Syrien getötet worden, 3812 seit Jahresbeginn 2018.