Nach Fund im Schwarzwald Großvater und Enkel geben Handgranate in Kneipe ab

Von dpa

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Diese Handgranate gab ein Großvater mit seinen Enkeln in einem Ausflugslokal am Feldberg ab. Foto: Polizeipräsidium FreiburgDiese Handgranate gab ein Großvater mit seinen Enkeln in einem Ausflugslokal am Feldberg ab. Foto: Polizeipräsidium Freiburg

Feldberg. Als seine Enkel eine Handgranate im Wald finden, geht der Großvater mit ihnen ins nächste Ausflugslokal und gibt den Sprengkörper dort ab. Gut gemeint, aber fragwürdig, sagt die Polizei.

Ein Großvater hat mit seinen Enkeln eine funktionsfähige Handgranate in einem beliebten Ausflugslokal im Hochschwarzwald abgegeben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte eines der beiden Kinder den Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg am Freitag in einem Waldstück am Feldberg gefunden.

"Sprengkörper sollten an der Fundstelle bleiben"

Nachdem der Großvater die sogenannte "Eihandgranate" abgegeben hatte und mit den Kindern weitergegangen war, verständigten die Wirtsleute die Polizei. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes holten die Granate ab. "Zwar ist alles gut gegangen, aber es ist natürlich fragwürdig, eine Granate in einem Lokal abzugeben", sagte ein Sprecher des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Sprengkörper sollten an der Fundstelle bleiben, und die Polizei müsse sofort verständigt werden. Der Senior muss trotz des leichtsinnigen Umgangs mit der Granate keine rechtlichen Schritte fürchten: Er habe es ja nur gut gemeint, hieß es bei der Polizei. 

Auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kommt es immer wieder zur Entschärfung von Handgranaten — für Aufsehen hatte im vergangenen Sommer der Fund einer Granate am Ufer eines Strandbades am Bodensee gesorgt.


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