Tag der Pflege am 12. Mai Acht Vorurteile über die Pflege, die jeder Krankenpfleger kennt

Von Karen Bartel und Julia Gohde

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Gegenüber den Pflegeberufen gibt es einige Vorurteile. Foto: dpaGegenüber den Pflegeberufen gibt es einige Vorurteile. Foto: dpa

Flensburg. Das Berufsfeld der Gesundheits- und Krankenpflege wird von vielen unterschätzt, verdient aber weitaus mehr Anerkennung. Vorurteile gibt es einige - am Tag der Pflege soll mit ein paar von diesen aufgeräumt werden.

Wer in der Pflege arbeitet, muss sich manchmal mit Vorurteilen oder Sätzen herumschlagen, die mit dem Berufsalltag nicht viel zu tun haben. Acht Beispiele dafür: 

1. Im Nachtdienst ist nichts los, da alle Patienten schlafen.

Foto: imago/Science Photo Library

Notfälle halten sich nicht an Uhrzeiten - manchmal muss es richtig schnell gehen, egal ob es Tag oder Nacht ist.

2. „Nachtschichten sind so praktisch, da hat man noch den ganzen Tag zur Verfügung.“

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„Welcher Tag? Ich gehe erstmal schlafen...“ Wer einen Pflegeberuf ausübt, arbeitet in der Regel in Schichten. Das heißt, man hat nicht nur Nachtschichten, sondern auch Früh- oder Spätdienst. Das erfordert zwar Flexibilität, aber man hat auch mal Zeit für ein ausgedehntes Frühstück oder um tagsüber in die Stadt zu gehen, wenn die meisten gerade im Büro am Schreibtisch sitzen.

3. Als Pfleger wäscht man den ganzen Tag nur alte Leute.

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Das gehört zur Grundpflege der Patienten dazu, ist aber nur ein kleiner Aufgabenbereich. Im Vordergrund stehen die medizinische Versorgung und das Wohlbefinden der Patienten. Und was gerne mal vergessen wird: Gesundheits- und Krankenpfleger kümmern sich auch um junge Patienten. Pflegekräfte, die in der Neonatologie tätig sind, sorgen sich zum Beispiel um die jüngsten Menschen, nämlich um Frühchen. 

4. „Warum bist du nur Pfleger und kein Arzt geworden?"

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Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten sehr eng mit Ärzten zusammen. Wenn zum Beispiel ein Notfall eingeliefert wird, entscheiden mitunter eigens dafür ausgebildete Pflege-Spezialisten, was in welcher Reihenfolge zu tun ist. Auch in den Ausbildungen gibt es so manche Schnittmenge zwischen den Berufen. Und durch den engen Kontakt zu den Patienten sind die Gesundheits- und Krankenpfleger für diese die wichtigsten Bezugspersonen.

5. Der Pflegeberuf ist nichts für echte „Kerle“.

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Die Pflege ist längst kein typischer Frauenberuf mehr. Jeder hat ein Paar helfende Hände, egal ob da nun ein Mann oder eine Frau daranhängt. Pfleger retten Leben – wenn das keine Tat für echte Helden ist!

6. In der Pflege verdient man wenig und hat kaum Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.

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Das ist zu pauschal, denn die Arbeit als Gesundheits- und Krankenpfleger wird nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Pflege vergütet. Das macht speziell die Lehre zu einer der bestbezahltesten Ausbildungen in Deutschland. Mit verschiedenen Fachweiterbildungen, Zusatzqualifikationen oder dualen Studiengängen gibt es viele Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren und vor allem: zu spezialisieren. Gerade in der Pflege sind hier die Optionen weitreichend.

7. Durch die Venen von Pflegern fließt Kaffee statt Blut.

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Gesunheits- und Krankenpfleger laufen immer nur mit Kaffeetassen durch die Gänge? Vielleicht sieht man Pfleger den Tag über immer mit ein und demselben Kaffee in der Hand, da sie einfach nicht dazu kommen, ihn einmal ganz auszutrinken.

8. „Ich könnte nicht in der Pflege arbeiten, da sieht man so viele schlimme Dinge.“

Foto: dpa

Als Pfleger erlebt man das Wunder des Lebens hautnah – vom ersten bis zum letzten Atemzug. Jeder braucht einmal Hilfe und ist unendlich dankbar für die Menschen, die sich um ihn kümmern. Das zeichnet die Arbeit in der Pflege aus. 


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