Nach beschämenden Tweets Negativpreis „Haselnuss des Monats“ geht an Beatrix von Storch

Von epd

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Beatrix von Storch (AfD) ist mit dem Negativ-Preis „Haselnuss des Monats“ ausgezeichnet worden. Foto: dpaBeatrix von Storch (AfD) ist mit dem Negativ-Preis „Haselnuss des Monats“ ausgezeichnet worden. Foto: dpa

Köln. Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch ist mit dem Negativ-Preis „Haselnuss des Monats“ ausgezeichnet worden. Der Preis „‚würdigt‘ besonders entlarvende Aussagen und hetzerische Kommentare aus der rechten Ecke“, erklärte der Bundesverband Information und Beratung NS-Verfolgte am Mittwoch in Köln.

Der virtuelle Preis wird seit März verliehen und mit Karikaturen des Zeichners Dimitri Furman illustriert. Erster Preisträger war ebenfalls ein AfD-Politiker, André Poggenburg.

Während der Flüchtlingskrise habe von Storch, Beisitzerin im AfD-Bundesvorstand und seit 2017 stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, gefordert, auf Flüchtende „notfalls“ zu schießen, die die deutsche Grenze illegal passieren, erläuterte der Bundesverband. Zu Jahresbeginn reagierte sie auf die in vier Sprachen verfassten Neujahrsgrüße der Kölner Polizei mit den Worten: „Wieso twittert eine offizielle Polizeiseite aus NRW auf Arabisch. Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen?“

Vor einigen Wochen bezeichnete sie die Verantwortlichen des VfL Osnabrück als „Honks“, weil diese eine Kampagne gegen rechts gestartet hatten. Es folgte die Aufforderung, doch auch gegen links aufzustehen. (Weiterlesen: So reagiert der VfL Osnabrück auf die „Honks“-Beleidigung von Beatrix von Storch)

Als besonders beschämend wertet der Bundesverband der NS-Verfolgten Storchs Reaktion auf die Amokfahrt in Münster am 7. April. Storch habe schon kurz nach der Amokfahrt „Wir schaffen das“ getwittert und damit angedeutet, dass der Täter mutmaßlich ein Migrant sei. Später sprach sie von einem „Nachahmer islamischen Terrors“.

„Dass der Mann psychisch krank war, sich das Leben nehmen wollte und mit dem Islam nun wirklich überhaupt nichts am Hut hatte, war ihr egal“, kritisierte Jost Rebentisch, Geschäftsführer des Bundesverbandes. „Damit ist Frau von Storch eine mehr als würdige Empfängerin unserer zweiten Haselnuss des Monats – auch diese sehr schön schwarzbraun und leider wieder hohl.“


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