"Schoko und Gras" Legaler Trip? Hanf-Schokolade wird zum Verkaufsschlager

Von Viktoria Meinholz

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Ritter Sport hat eine neue Verwendung für Hanf gefunden. Foto: Imago/Christian OhdeRitter Sport hat eine neue Verwendung für Hanf gefunden. Foto: Imago/Christian Ohde

Hamburg. Alle wollen den Schokotrip – und schon ist er vergriffen: Ritter Sport begeistert mit einer neuen Sorte seine Kunden.

Die Schokoladenmarke "Ritter Sport" hat am vergangenen Wochenende eine neue Schokolade auf den Markt gebracht: "Schoko und Gras" heißt die limitierte Edition und verspricht einen wahren Schokorausch. Spätestens das groß auf der Verpackung abgebildete Hanfblatt beseitigt alle Restzweifel – mit Gras ist tatsächlich Marihuana gemeint.

Doch der Schokotrip ist komplett legal. Die in der Schokolade verarbeiteten Hanfkörner enthalten keinerlei THC und haben somit auch keine berauschende Wirkung.



Mit der Hanf-Schokolade hat Ritter Sport anscheinend ins Schwarze getroffen: Ähnlich wie andere limitierte Editionen war auch diese innerhalb kürzester Zeit vergriffen. 100.000 Tafeln wurden in wenigen Tagen verkauft. 

Nur für den Kick, für den Augenblick

Aber es gibt eine schlechte Nachricht für alle Hanf-Freunde: Trotz des großen Erfolges wird "Schoko und Gras" nicht in das dauerhafte Sortiment übergehen. Man nutze für die Limited Editions Rohstoffe, die sich nicht für die reguläre Produktion eignen, sagte Jasmin Krause, Brandmanagerin bei Ritter Sport, im Interview mit "Horizont". Außerdem würden die Sorten auch nur Nischen bedienen und nicht den Massenmarkt.

Auf dem firmeneigenen Blog erklärt das Unternehmen, dass für sie Hanf ein aktuell viel diskutiertes Thema sei. Auch die Discounterkette Lidl springt auf den Hanf-Hype auf und verkauft in der Schweiz seit wenigen Tagen zwei Cannabisprodukte. Im Gegensatz zur Schokolade enthalten die von Lidl verkauften Hanfblüten aber tatsächlich eine geringe Menge THC. Bei einem Gehalt von unter einem Prozent ist das in der Schweiz erlaubt.

Wann kommt die Mett-Schokolade?

Es ist nicht die erste limitierte Edition von Ritter Sport, die für Wirbel sorgt. 2016 entfachte die Einhorn-Schokolade einen wahren Hype und wurde – da auch sie schnell ausverkauft war – im Internet für horrende Preise weiterverkauft. 

Laut Jasmin Krause treffe der Schokoladenfabrikant deswegen so oft den richtigen Nerv, weil die Firma seinen Fans zuhöre und deren Ideen ernst nehme. Vielleicht gibt es dann ja auch bald eine Ritter Sport Mett? Die ungewöhnliche Kombination aus Schokolade und Hackfleisch ist eine der Fakesorten, die sich im Internet großer Beliebtheit erfreut.




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