Rätselhafter Fund in Baden-Württemberg Leiche ohne Kopf? Puppe löst Großeinsatz aus

Von dpa

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Eine Puppe ohne Kopf hat Polizisten im Remstal schon an das Schlimmste denken lassen - und einen Großeinsatz ausgelöst. Foto: Kohls/ Sueddeutsche Mediengesellschaft/dpaEine Puppe ohne Kopf hat Polizisten im Remstal schon an das Schlimmste denken lassen - und einen Großeinsatz ausgelöst. Foto: Kohls/ Sueddeutsche Mediengesellschaft/dpa

Weinstadt. Ein Körper ohne Kopf und scheinbar voller Blut hat im beschaulichen Remstal in Baden-Württemberg einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Bei genauer Betrachtung entpuppte sich der Fund jedoch als harmlos.

Offenbar blutüberströmt liegt sie da, die Beine sind gefesselt. Und es kommt noch schlimmer: Die Leiche hat keinen Kopf. Eilig rückt die Polizei aus und fürchtet ein Verbrechen. „Sie sah eben aus wie eine menschliche Leiche“, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Dienstag über die Puppe, die einem Spaziergänger am Rande der Rems bei Weinstadt aufgefallen war.

Erster Eindruck: Mensch ohne Kopf

Die erste Streife am vermeintlichen Tatort hatte demnach am Montagabend ebenfalls den Eindruck, dass dort ein kopfloser Mensch liegt. Es sei schon düster gewesen, erklärte der Sprecher. Zudem lag die Puppe im Auslauf eines unzugänglichen Schachts und konnte nur von Weitem gesehen werden. Feuerwehrleute öffneten schließlich den Schacht von einer anderen Seite – erst dann stellten sie fest werden, dass es sich gar nicht um eine Leiche handelte.

„Wir wissen nicht, warum die Puppe da abgelegt wurde“, sagte ein Sprecher am Dienstagvormittag. Fakt sei aber: „Sie war schon so präpariert, dass sie aussah wie eine Leiche.“ Die kopflose Figur trug ein gestreiftes Oberteil, Jeans - und lag mit gefesselten Beinen im Gras, wie auf einem Foto zu erkennen ist. Rote Flecken auf der Kleidung sahen zunächst wie Blut aus.

Rätsel um Herkunft der Puppe

Möglicherweise sei die Puppe dort abgelegt worden, um jemanden zu erschrecken, sagte der Sprecher. Allerdings sei sie so versteckt gewesen, dass das eher unwahrscheinlich sei. „Es kann sein, dass sie da schon Wochen und Monate gelegen hat.“ Denkbar sei daher auch, dass sie bei einem Detektivspiel zum Einsatz gekommen sei.

„Wenn jemand Hinweise geben kann, woher die Puppe kommt, soll er sich melden.“ Auch die Ermittler schauen sie demnach noch einmal genau an. Der Sprecher betonte aber: „Den Aufwand wie bei einer echten Leiche betreiben wir nicht.“ Nachmachen solle das Ganze bitte niemand - immerhin seien deswegen zahlreiche Beamte im Einsatz gewesen, die dann keine echten Fälle bearbeiten konnten.


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