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Sicherheit im Straßenverkehr Unfallforscher fordern Tests für Senioren am Steuer

Von dpa

Teilnehmer bei einem Fahrsicherheitstraining für Senioren auf einem Übungsplatz. Foto: Wolfram Kastl/ArchivTeilnehmer bei einem Fahrsicherheitstraining für Senioren auf einem Übungsplatz. Foto: Wolfram Kastl/Archiv

Berlin. Etwa 3300 ältere Autofahrer haben sich im vergangenen Jahr freiwillig von Experten der Autoclubs ADAC und ACE testen lassen, wie fit sie noch am Steuer sind.

Viele ältere Autofahrer haben eine sogenannte Feedbackfahrt gemacht. Um ihren Führerschein müssen die Teilnehmer nicht fürchten, rechtliche Konsequenzen haben die Tests nicht. Neben ADAC und ACE kann man solche Feedbeckfahrten auch bei anderen Anbietern buchen.

Im Vergleich zu allen Rentnern mit Führerschein ist die Zahl derjenigen, die bei einem solchen Check mitmachen, klein. Daher fordern die Unfallforscher der Versicherer eine verpflichtende Feedbackfahrt für alle älteren Autofahrer ab 75 Jahren.

Reaktion und Beweglichkeit leiden im Alter

„Über 75-Jährige sind an drei Viertel der schweren Unfälle, an denen sie beteiligt sind, schuld“, sagte der Leiter der Unfallforscher der Versicherer, Siegfried Brockmann. Viele sehen und hören schlechter, sie reagieren langsamer oder können nicht mehr über die Schulter schauen. Zusätzlich fordern die Unfallforscher regelmäßige Sehtests im Abstand von fünf Jahren - auch für junge Autofahrer.

Einen „Sicher Mobil“-Kurs des Deutschen Verkehrssicherheitsrats besuchten etwa 83.000 Senioren. Dort lernen sie etwa, wie man ohne Auto auskommt und auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigt. Für solche Angebote interessieren sich laut dem Verband immer mehr Rentner, wie Sprecher Jonas Hurlin sagte.