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"Klimaerziehung in deutschen Schulen"

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rät dringend zu einer Klimaerziehung in deutschen Schulen. In einem Interview unserer Zeitung sagte DWD-Vorstand Gerhard Steinhorst, dafür müsse "in Deutschland noch mehr getan werden".

Auch bei älteren Bürgern sei "noch viel Unwissenheit über Unwetter und Klimaveränderungen zu beobachten". In anderen Ländern wie den USA seien "Menschen vor Unwetter besser gerüstet als bei uns, weil sie über mehr Informationen verfügen". Steinhorst: "Erforderlich in Deutschland wäre, die Warnsysteme und das notwendige Verhalten bei Unwettern zu erklären."

DWD-Klimaexperte Gerhard Müller-Westermeier riet mit Blick auf den durch den Klimawandel verursachten Temperaturanstieg, "künftig unter 1000 Metern sicher keinen Skilift mehr zu bauen". Auch auf die Landwirtschaft kämen Veränderungen zu: Zwar sei eine "längere Vegetationszeit" mit möglicherweise "zwei Ernten" pro Jahr zu erwarten. "Aber man müsste Pflanzen anbauen, die Wärme lieben und Trockenstress im Sommer vertragen."

Müller-Westermeier prognostizierte einen Temperaturanstieg von einem Grad Celsius bis 2040 und von etwa drei Grad in den nächsten 100 Jahren. "Dann würden die Klimazonen um knapp 200 Meter nach oben wandern." Seite 2


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